"Die
Grundlagen der Meridianfunktion sind zwar naturwissenschaftlich
gesichert,
Was ist Akupunktur?
Körperakupunktur

Quelle: spiegel.de
jedoch ist die existierende Forschung zur Wirksamkeit wie auch
zu den Funktionsprinzipien der Meridiane vielen Ärzten und Professoren
wegen der fehlenden Integration in die universitäre Medizinerausbildung
nicht bekannt,
sonst wäre deren Interesse an diesen Wirkmechanismen sicher stärker.
[...]
Wenn man sich näher mit diesen Forschungsergebnissen beschäftigt,
müssen einige liebgewordenen Glaubenssätze der heutigen Medizin
relativiert werden und um weitere Wirkprinzipien ergänzt werden,
das fällt nicht immer leicht ..."
Aus: Sonja Reitz: „Heilung in
Sekunden durch Narbenentstörung.
Warum Narben krank machen“
Seite 119, NGW Hamburg 2008
BMC Complement Altern Med. 2005 May 9; 5(1):10 – erhöhte Leitfähigkeiten von Meridianen gegenüber
anderen Geweben.
Pankratow Sergei: "Meridiane leiten Licht" in Raum und Zeit Nr
35/ 1988 S 16-18 über die
Lichtleitfähigkeit von Meridianen: Forschungen des Institutes für
klinische und experimentelle Medizin in Novosibirsk
Niboyet, J.E.H.: "Nouvelle Constations sur les Proprites
Electriques des Points Chinois" B11. SOC Acup, 30:7, 1958
- Forschung aus 1951- erhöhte Leitfähigkeit für
Licht und Elektrizität auf Meridianen.
Nakatani, Y.: "Skin electric resistance and ryodoraku". J.
Autonomic Nerve 6:52, 1956
- veränderter Hautwiderstand auf Akupunkturpunkten
und erhöhte Leitfähigkeit von Meridianen.
Popp, F.A.; Klimek, W.; Maric-Oehler, W.; Schlebusch, K.-P.:
"Visualisierung von meridianähnlichen Ausbreitungspfaden
nach optischer Reizung im infraroten Spektralbereich" Deutsche Zeitung
für Akupunktur München 49 / 1/ 2006
Harlacher, W.M.: "Experimente mit der Lebensenergie (Qi)" in: esotera Nr.2 1979 S.
138-144
zu den Forschungsergebnissen von Dr. Hiroshi Motojama zu
Akupunkturmeridianen und Elektrizität und Qi.
Dr. Hiroshi Motojama (b.1925): "Die elektrophysiologische
Untersuchung von Prana (Qi) an ca. 2000 Versuchspersonen:
Nachweis von Abstrahlung von Energien aus Akupunkturpunkten und Chakren.
Nachweis der Meridianflussrichtung". 1971-1978
Martina Köhler, Ulrich Knop: "Akupunktur auf den Punkt gebracht" in:
Raum&Zeit Nr. 41/1989, S. 59-66
Heine Hartmut: "Basalmembranen als Regulationssystem zwischen
epithelialen Zellverbänden und Bindegewebe" Morph. Jahrbuch, Leipzig
132. 1986
Literaturhinweise: "Häufig
übersehene Krankheitsursache: Narben" von Dr. med. Sonja Reitz Hamburg
pdf >>>>
Meine "unvollständige"
Literaturliste
>>>>
www.gerac.de/
![]()
Die Reizung von
Akupunkturpunkten ist wohl eine der ältesten und am weitesten verbreitete
Heilmethode der Welt.
"Bevor Himmel und Erde waren,
YIN
YANG
Wasser
Feuer
Weiblichkeit
Männlichkeit
Innen
Außen Vorne Hinten Unten Oben Leere, Schwäche Fülle Substanz Funktion Flüssig Fest Feucht Trocken Verborgen Manifest
Passivität
Aktivität
Rechts
Links
Erde
Himmel
Kälte
Wärme
Mond
Sonne
Nacht
Tag
Dunkel
Hell
Körper
Geist
Tiefe
Höhe
Raum
Zeit
West,
Nord
Ost,
Süd
Stabilität
Wandlung
Ende
eines Zyklus
Anfang eines Zyklus
Statik
Dynamik Ruhe Bewegung Langsam Schnell
Starre
Auflösung
Struktivität
Aktivität
Parasympathikus
Sympathikus Chronische Erkrankung Akute Erkrankung Degenerative Erkrankung Infektiöse
Erkrankung Niedriger Blutdruck Erhöhter Blutdruck
Unterfunktion
Überfunktion Kontraktion Expansion usw. usw.
Durch Einstiche mit Nadeln an genau festgelegten Punkten der Haut können
funktionelle Störungen im Körperinneren beseitigt
oder gelindert
werden.
Akupunkturpunkte liegen auf der Körperoberfläche an genau festgelegten
Punkten.
Diese Akupunkturpunkte liegen alle auf Leitlinien (Jing luo
=
Netz von Energie-Kanälen), die man als Meridiane
(12 Haupt- und 8 Wunder Meridiane) bezeichnet. In
ihnen kreist nach altchinesischer Auffassung die so genannte
Lebensenergie Qi
mit ihren Anteilen YIN und YANG.
Diese beiden lebenserhaltenden Kräfte sind im Körper gleichzeitig,
jedoch als harmonische Gegenpole, wirksam.
Ihr völliges Gleichgewicht im Organismus stellt den
idealen Gesundheitszustand dar.
Alle
Naturphänomene und Erscheinungen des Lebens lassen sich aus dem
Zusammenspiel von YIN und YANG ableiten,
ausgedrückt in
den so genannten Yin- und Yang- Aspekten.
gab es etwas
Verschwommenes,
still, einsam, alleine stehend, wandellos,
im ewigen Kreislauf ohne
Unterlass,
fähig die Mutter aller Dinge zu sein"
Laotse
6.Jhd. v.u.Z.
Yin regiert das, was
materiell und schwer ist, Yang das
Immaterielle, die Energie, das Subtile.
Yin entspricht dem Zustand der Ruhe,
Yang der Bewegung.
Yin entspricht dem Entschwinden,
Yang dem Entstehen.
Yin ist,
was im Inneren ist, das Versteckte das Tiefe.
Yang ist das Äußere, die Oberfläche.
Yin ist die Vertiefung, Yang die Erhebung.
(n.
Manfred Porkert, Ph.D)
Yin
und Yang
-
bedingen einander
z.B. Schatten und Licht
-
stehen zueinander im "scheinbaren" Gegensatz
z.B. Innen und Außen
-
sind ohne das andere nicht
existenzfähig
z.B. Substanz und Funktion
-
gehen
ineinander über
z.B. Nacht und Tag
Wenn das Yang am kleinsten ist,
dann ist das Yin am größten (um Mitternacht),
dann beginnt aber auch das Yang zu wachsen,
der neue Tag beginnt und umgekehrt.
Ein
Ungleichgewicht
im Körper durch Behinderung des Energiekreislaufs in den Meridianen
führt auf Dauer
zu
Krankheit.
Diese Einschränkung der Energie kann von innerlichen (endogenen) oder
äußerlichen (exogenen) Faktoren hervorgerufen werden.
Es gibt 8-klassische diagnostische Leitkriterien, nach denen eine
Krankheit in der chinesischen Medizin
beurteilt werden kann:
1.) Innen - Außen
2.) Yin - Yang
3.) Leere -
Fülle
4.) Kälte -
Hitze
heute ergänzt durch:
5.) Unten -
Oben
6.) Hinten - Vorne
Zwischen diesen scheinbaren Gegensätzen muss sich ein Gleichgewicht
einpendeln, damit sog. Gesundheit gewährleistet bleibt.
Ist eines dieser
Leitkriterien gestört, dann wird oft über den polaren Antagonisten
behandelt.
Z.B.: Hitze mit Kälte, Yin Störung mit Yang, Oben mit Unten usw.
Das, was unter dem Begriff Fluss der (Lebens-) Energie ausgedrückt werden soll, zeigt am besten das
chinesische
Akupunkturmandala,
die Yin
- Yang Monade
(Tai Ji Symbol).
In sich geschlossen als Kreis, aufgeteilt in die polaren Universalkräfte
des Kosmos, das YING (die weiblichen Lebenskräfte) und das
YANG (die männlichen Lebenskräfte), enthält die Polarität stets auch
in sich die Auflösung dieser
Polarität
(scheinbaren
Gegensätzlichkeit):
das YIN im YANG und das
YANG im YIN.
Aber das Mandala
enthält noch mehr an scheinbar verborgener Aussage. Versenkt man sich in
die Struktur des Akupunkturmandala,
so erfasst das Auge plötzlich eine
verborgene Dynamik: Das Mandala beginnt sich vor unserem inneren Auge zu
drehen.
Diese
Drehbewegung
ist neben der Polarität die zweite immanente Botschaft des Mandala.
Leben ist
auch immer Bewegung und Ausdruck dynamischer Prozesse:
Entscheidend ist aber der geordnete und harmonische Ablauf dieser
Dynamik.
Das Akupunkturmandala wird damit zum Symbol für die fernöstliche
Weisheit des harmonischen und rhythmischen Flusses
der Lebensenergie in
unserem Körper.
Die Chinesen haben zu ihrer Theorie auch die Therapie entwickelt.
Das
Nadeln der Akupunkturpunkte bringt "Ordnung
und Energie in das System Mensch".

Tai Ji Symbol
Yang (hell) + Yin
(dunkel)
Die erste zur Zeit bekannte schriftliche Erwähnung der Akupunktur und
Moxibustion stammt aus dem
2. Jhd. vor unserer Zeitrechnung.
Der chinesische Historiker und
Schriftsteller Sima Qian (145-90 v.u.Z.) erwähnt in seinen
Aufzeichnungen erstmals Steinnadeln.
Neuere Grabfunde enthalten Indizien, dass ähnliche Instrumente bereits
vor etwa 5000 bis 6000 Jahren verwendet worden sein könnten.
Alternativ
zu Steinnadeln wurden damals auch Bambussplitter oder Fischgräten
verwendet.
Die älteste Sammlung chinesischer medizinischer Schriften
„Buch des
Gelben Kaisers zur Inneren Medizin"
(Huangdi Neijing) aus der Zeit zwischen 200 v.u.Z.
und nach der
Zeitenwende, integriert die Akupunktur und Moxibustion Therapie in die
damalige Medizin und beschreibt verschiedene Nadeln (aus Metall),
Stichtechniken, Indikationen für die Anwendung bestimmter Punkte. In
diesem Werk wurden bereits 160 klassische Punkte
entlang der wichtigsten
Leitbahnen beschrieben.
Das erste historisch eindeutig datierbare Werk über Akupunktur und Moxi
Therapie ist
"Der
Systematische Klassiker der Aku-Moxi-Therapie"
(Zhenjiu Jiayijing)
von
Huang Fumi
(215–282 n.u.Z.). Darin werden eine klare Terminologie, eine Topologie von
349 Akupunkturpunkten und systematische Hinweise
auf deren Wirkung
beschrieben. Weitere historische Werke sind die
"Erläuterungen der 14 Hauptleitbahnen"
von
Hua Boren
(1341),
die
"Untersuchungen über die acht unpaarigen Leitbahnen"
von
Li Shizhen
(1518–1593),
sowie die
"Summe der Aku-Moxi-Therapie"
von
Yang Jizhon
(1601).
Die erste Erwähnung der Akupunktur in Europa findet man im Jahr 1675.
Der holländische Arzt
Jacob De
Bondt (Jacobus
Bontius, 1599-1631Java) erwähnt in
Willem Piso'
s (1611-78)
Werk
"De
utriusque Indiae"
Beobachtungen
über diese Therapieform aus Japan.
Der Begriff Akupunktur wurde von Pekinger Jesuitenmönchen im
17. Jahrhundert geprägt.
Er setzt sich aus den lateinischen Wörtern acus (Nadel) und punctura
(Stich) zusammen,
bedeutet also „Therapie mit Nadeln“.
1683 verfasste
Willem Ten
Rhyne
(1647-1700,
Arzt der Ostindischen Handelskompanie)
einen ausführlichen Bericht in
dem er die klinischen Wirkungen der Nadelstichtherapie beschreibt
und
auch den Begriff der Akupunktur erstmals erwähnt.
Die erste bekannte deutschsprachige Veröffentlichung über Akupunktur
stammt aus dem Jahr 1824.
Es handelt sich dabei um eine Übersetzung durch J. Wagner von "A
Treatise on Acupunturation"
("Eine Abhandlung über die Akupunktur") des Engländers
James M.
Churchill.
Möglicherweise dienten die Tätowierungen, die bei der Gletschermumie "Ötzi"
- "Der Mann vom Hauslabjoch", "Der Mann aus dem Eis",
"Die Mumie von Similaun" - die 1991 in den Ötztaler Alpen (Südtirol)
gefunden wurde, therapeutischen Selbstheilungs-Zwecken.
Mithilfe der Radiokohlenstoffdatierung wurde der Todeszeitpunkt des
Mannes zwischen 3359 und 3105 v.u.Z. bestimmt,
sein Alter beträgt damit ca. 5.300 Jahre.
Durch die Akupunktur können - je nach Technik und
Intention - 3-große Ebenen angesprochen werden.
1.) HIMMEL ->
Shen = Geist, Spiritualität, Psyche,
"Herz"
2.) MENSCH -> Qi = Energie,
Leitbahnen, Funktionalität
3.) ERDE -> Substanz =
Struktur, Organe, Körper
Es gibt verschiedene
Möglichkeiten, auf Akupunkturpunkte einzuwirken.
Sticht man Nadeln in sie ein, so bezeichnet man dies als Akupunktur,
außerdem kann man sie auch
durch Wärme - Moxibustion,
Ultraschall, Laserstrahlen, oder auch durch
Druck mit dem Finger oder mit einem Stift - Akupressur - reizen.
Betrachtet man auf einer
Akupunkturtafel die über den Körper verlaufenden Meridianbahnen,
wird verständlich, dass auch z.B. fern vom Ort eines Schmerzgeschehens
gelegene Akupunkturpunkte in der Behandlung eine Rolle spielen können.
Häufig muss der Arzt energetisch den gesamten Meridian als
Funktionskreis stabilisieren
(und nicht nur eine kleine lokale Stelle),
um wirkungsvoll eine
Krankheit zu behandeln.
Das
Einstechen der dünnen Akupunkturnadeln verursacht einen kaum spürbaren
Schmerz!
Manche Menschen
erschrecken bei dem Gedanken, dass Nadeln in ihre Haut eingestochen
werden sollen.
Üblicherweise verwenden die meisten Akupunkturärzte aber sehr feine
Nadeln, daher ist eine Akupunkturbehandlung gut zu ertragen.
Der geringe Schmerz beim Einstich einer Akupunkturnadel ist
vergleichsweise viel schwächer als derjenige, wenn der Arzt eine Spritze
gibt.
Auch Kinder ab ca. 6-8 Jahren können mit Akupunktur behandelt
werden. Dafür verwendet man spezielle, ganz besonders dünne Nadeln.
Bei noch jüngeren Kindern kommt der völlig schmerzfreie Akupunktlaser
zum Einsatz.
Indikations-Beispiel:
Akupunktur in der Schwangerschaft
In unserer Ordination wird
Akupunktur bei folgenden gynäkologischen Indikationen u. a. additiv eingesetzt.
Schwangerschaftserbrechen
(Hyperemesis gravidarum)
In der Schwangerschaft wendet man Akupunktur nur unter Beachtung
wichtiger Grundsätze an,
da die übermäßige Reizung bestimmter Akupunkturpunkte Wehen auslösen
kann.
In der Schwangerschaft werden die Nadeln gar nicht oder nur mild
stimuliert.
Nach Vorstellung der chinesischen Medizin liegt bei der Hyperemesis eine
Stagnation
sowie eine Schwächestörung der Magenenergie vor.
Dabei kehrt sich die normale Flussrichtung der Lebensenergie im Magen
um,
und es kommt zu einem "Aufsteigenden Magen Qi".
Der wichtigste Punkt ist KS6 (Neiguan) an der Innenseite des
Unterarms.
Neben der Akupunktur ist auch die Akupressur wirksam.
Geburtsvorbereitung
Zur Geburtsvorbereitung werden 4-8 Sitzungen ein- bis zweimal
wöchentlich
in den letzten vier Schwangerschaftswochen durchgeführt
(ab 36.
Schwangerschaftswoche).
Bei Verwendung der Punkte
Ma 36, MP 6, Gb 34, B 67 ist eine
signifikant verkürzte Geburtsdauer
und eine deutlich bessere Muttermundreifung
in einer kontrollierten
Untersuchung von Dr. med. Ansgar Römer
(b.1961, FA f. Frauenheilkunde und Geburtshilfe) von der Frauenklinik
Mannheim nachgewiesen worden.
[Ansgar Römer, Michael Weigel,
Wolfgang Zieger, Frank Melchert: "Veränderung
von Cervixreife und Geburtsdauer nach geburtsvorbereitender
Akupunkturtherapie Mannheimer Römer-Schema" Akupunkturtherapie in
Geburtshilfe und Frauenheilkunde II, Kongressband 1999]
Die günstigere
Muttermundreifung war häufig von einer nachweisbaren Trichterbildung im
Sinne eines beschleunigten Reifungsprozesses begleitet
sowie einer
verbesserten Wehenkoordination, die letztendlich zur Verkürzung der
Eröffnungsphase um 20% bei Erstgebärenden führte.
Behandlungsbeginn war
in der 36. Schwangerschaftswoche.
Zusätzlich zu den oben
genannten "morphologisch" wirksamen Punkten können psychisch
harmonisierende Punkte wie LG 20 (Baihui),
Sishencong
(„4-kluge Götter“, Ex4, PaM1) und He 7 nützlich sein.
AKUPUNKTUR INDIKATIONEN
[aus
Patientenratgeber Prof. Dr. med. Alexander Meng,1992;
www.meng.at/]
* Kopfschmerzen, Migräne * Depression, Angst, Konzentrationsstörungen *
Steigerung der Leistungs- u. Lebenskraft * Vorbeugung gegen
saisonale Erkrankungen (z.B.
Winterdepression, Allergie) * Rückenschmerzen,
Kreuzschmerzen, Ischias * Gelenks- und Muskelschmerzen,
Muskelverspannungen * Tennisarm, Golfarm, Schulter-Arm-Syndrom, Cervical
Syndrom * Arthrose (Abnützung) an Gelenken wie Schulter-, Knie-, Hüft-,
Sprung- und
Wirbelsäulengelenken * Hexenschuss * Bandscheibenbeschwerden *
Halbseitenlähmung nach Schlaganfall
*Gesichtsnervenlähmung (periphere Facialisparese) * Neuralgien
(Trigeminusneuralgie, Schmerzen nach Gürtelrose
u.a.) * Lokale, therapieresistente Schmerzen nach Operationen,
Verletzungen und Zahnbehandlung
* Phantomschmerzen * Morbus Sudeck, Stumpfschmerzen, nach Gipsabnahme,
nach Prellungen, Zerrungen,
Verstauchungen etc. * Kreislaufstörungen * Schlafstörungen * Vegetative
Störungen * Befindensstörungen, psychische Störungen * Nikotinsucht * Esssucht, Übergewicht (nur in Kombination mit anderen
Heilverfahren) * Nervöser Magen, Gastritis, nervöse Darmbeschwerden,
Verstopfungen, Reizdarm * nervöse Herzbeschwerden * Essentielle
Hypertonie, Grenzwerthypertonie * psychosomatische Störungen *
Reizblase,
Potenzstörungen * Wechseljahrbeschwerden, Menstruationsstörungen *
Schwangerschaftserbrechen, Schwangerschafts-kreuzschmerzen *
Geburtsvorbereitung * Heuschnupfen, Allergische Hauterkrankungen
* Asthma bronchiale *
Durchblutungsstörungen der Hände, Beine, Füße und
Kopf * Stabilisierung und Stärkung der Körperabwehr
* Stabilisierung und
Stärkung des Herz-Kreislaufes
Akupunkturrezepte versus Individualität
Es war immer schon das Bestreben von
Akupunkteuren, Akupunkturpunkt-Rezepte zu entwickeln,
nach dem Motto:
"Bei einer Erkältung nehme man Di4, Di11,Lu7, Dü3 usw."
Zum Teil können solche Rezept-Akupunkturen gute Erfolge bringen, es
sollte jedoch nicht vergessen werden,
dass jeder Patient
ein einzigartiges Individuum ist und sich auch die
behandelnden Akupunkteure voneinander unterscheiden.
Wenn ein Akupunkteur nadelt, hat er dabei eine gewisse Technik,
Stichtiefe, Intention und ein eigenes Qi.
Dies ist der Grund, dass manche Kombinationen bei einem "Behandler"
funktionieren und bei einem anderen nicht,
obwohl genau die selben
Akupunkturpunkte verwendet wurden.
Christian Scheweling (b.1971): „ECIWO und
Embryo-System-Akupunktur - Neue Ansätze in der Medizin, Biologie und
Krebstherapie nach Prof. Yingqing Zhang
(1947-2004) und Dr. Tee Tong Ang
(b.1943)“ Joy Verlag, 1.Auflage 2008. ISBN: 978-3-928554-69-5.
Zustimmungspunkte - Shu Punkte der Akupunktur für die
Organe
Bild-Quelle:
http://www.medizin-transparent.de/krankheiten/rueckenschmerzen/index.html
Die Zustimmungspunkte (Shu) liegen auf dem inneren Ast des Blasenmeridians,
ca. 2
Patienten-Querfinger seitlich des Dornfortsatzes
des entsprechenden Wirbelkörpers.
inter-scapulovertebrale Punkte: B13 - Lunge 3.BWK,
B14
- KS/Pericard 4.BWK,
B15
- Herz 5.BWK,
B17
- Diaphragma - 7.BWK
Punkte untere Brustwirbelsäule: B18 -
Leber 9.BWK,
B19 - Gbl 10.BWK,
B20
- Milz 11.BWK
Punkte
thoraco-lumbaler Übergang:
B21
- Magen 12.BWK,
B22
- 3E 1.LWK
LWS-, Sacrum-Punkte:
B23
- Niere 2.LWK, B25
- Dickdarm 4. LWK,
B27
- Dünndarm 1.KWK (S1),
B28
- Blase 2. KWK (S2)
Shu Punkte werden eingesetzt zur
Behandlung von akuten und insbesondere chronischen Störungen
der inneren Organe.
Shu bedeutet „transportieren“. Das Qi wird zu den
inneren Yin und Yang Organen bewegt.

In der westlichen Medizin entspricht dies dem Verlauf der
autochthonen Rückenmuskulatur -
Musculus erector spinae -
mit seinen
eng verwobenen Verbindungen zum Sympathikus des vegetativen
Nervensystems. Daher können Narben am Rücken
(z.B. nach OP's, Verletzungen usw.) hartnäckige chronische Beschwerden
im Bereich des zugeordneten Organs hervorrufen.
Z.B.:
chronisch rezidivierende Magenschmerzen, wegen einer Narbe
in Höhe des 12.BWK (B21) usw.
Siehe "Segmentregulatorischer
Komplex n. Bergsmann/Eder":
LEISTUNGEN: 8. Neuraltherapie
& Zahn-/Störfelder & MAPS
>>>>
![]()
Alarmpunkte
(AP)
- Mu Punkte der Akupunktur für die
Organe
Alle Alarmpunkte - Mu-Punkte (Mu:
sammeln) liegen auf der Vorderseite des Körpers, im Brust- und
Bauchbereich.
Ähnlich wie die Zustimmungspunkte aktivieren sie Qi, die Energie, und
Xue, das Blut, der zugehörigen Organsysteme
und dienen
sowohl der Diagnose als auch der Behandlung chronischer
Funktions-Störungen innerer Organe.
Die Alarmpunkte (Mu) wirken mehr auf den Yin-Bereich,
die Zustimmungspunkte
(Shu) mehr auf das Qi, den Yang-Bereich.
Lu1
- AP Lunge: III. ICR am medialen Rand d. M. deltoideus o. 6
cun lateral der Mittellinie und 1 cun unter dem Schlüsselbein
Ma25
- AP Dickdarm: Ca. 1 QF des Nabels und 4 QF paramedian am
Rand des M.rectus abdominis
KG12
- AP Magen + digestiver Anteil 3E:
In
der Mitte zwischen Xiphoidspitze und Nabel
Le13
- AP Milz-Pankreas: Über dem freien Ende der 11. Rippe
KG14
- AP Herz: 1/8 unter der Xiphoidspitze o. 6 cun oberhalb der
Bauchnabelmitte
KG4
- AP Dünndarm: 2/5 über der Symphyse o. 3 cun unterhalb der
Bauchnabelmitte
KG3
- AP Blase: 1/5 über der Symphyse o. 4 cun unterhalb der
Bauchnabelmitte
Gb25
- AP Niere: Über freien Ende der 12. Rippe
KG17
AP respiratorische Anteil 3E: Brustbein-Mittellinie in Höhe
des 4. Interkostalraums (ICR)
KG5 Haupt-AP 3E: 3/5 über Symphyse o. 2 cun unterhalb der
Bauchnabelmitte
Gb23
- 2.AP
Gallenblase:
Präaxillarlinie, 4.ICR, 1Cun (1DB) vor und etwas unter G22
Gb24
- Hauptalarampunkt Gallenblase:
Bi:
5.ICR vordere Axillalinie o. Chi: MCL im 7.ICR
Le14
- AP Leber: 6. ICR in der MCL direkt unter der Mamilla
Ohrakupunktur

Der französische Arzt
Dr. Paul Nogier (1908-1996) entdeckte und entwickelte in den 50-und
60iger Jahren
des 20. Jahrhundert die Ohrakupunktur.
Die Ohroberfläche
bildet eine Reflexzone, auf der alle Organe des Körpers abgebildet sind
(Ohrreflexzonen nach Nogier und Bahr).
Ohrakupunktur hilft, Ursachen für Beschwerden zu erkennen.
Die Untersuchung der
Ohrreflexzonen (Mikrosystem, Somatotopie) erlaubt eine genaue Aussage
darüber, wo Schmerzen bestehen oder welche Organe
des Körpers bei
unklaren Beschwerden betroffen sind.
Außerdem kann man weitere
Störungen im Körper ausfindig machen, die einen Heilungsprozess
verzögern oder sogar ganz verhindern können.
Dies sind die so genannten
Störfelder/ Herde, die auf den ersten Blick mit dem eigentlichen
Krankheitsgeschehen nichts zu tun haben
und von denen der Patient
oftmals nichts merkt.
Diese Herde können jedoch so negativ auf den Körper wirken, dass er eher
bereit ist zu erkranken.
Auch eine schon bestehende Störung/Krankheit wird daran "gehindert", auf die
üblichen Therapien zu reagieren.
Dem Körper gelingt es nicht, die Störung/Krankheit zu überwinden.
Beispiele für chronische Belastungen
(Störfelder, Herde, Reizzonen):
Tote (Wurzel behandelte)
oder eitrige Zähne, chronisch entzündete Kieferhöhlen, entzündete
Mandeln und alle sonstigen Entzündungen.
Außerdem kann jede Narbe zum
Störherd werden.
Jede Narbe kann - muss aber nicht - stören.
siehe: LEISTUNGEN:
Neuraltherapie & MAPS
>>>>
Durch die Untersuchung der
Ohrreflexzonen ist es dem Arzt möglich, genau festzustellen, ob und
welche Narbe zum Störherd geworden ist.
Er kann auch erkennen, ob
vielleicht irgendwo im Körper eine Entzündung oder eine Giftbelastung
vorliegt (z.B. Quecksilberbelastung durch Amalgamfüllungen).
Ohne die Mitbehandlung eines vorhandenen Störherdes ist auf Dauer eine
erfolgreiche Heilung nicht möglich.
Die Untersuchung erfolgt durch Messung von Spannungsdifferenzen an der Ohroberfläche.
Dabei werden die einzelnen Punkte der Organe auf elektrische
Veränderungen geprüft.
Die Ohrmuschel ist sozusagen ein körpereigenes Diagnosezentrum, weil die
Korrespondenzpunkte (Zuordnungspunkte) von Körperteilen und Organen
am
Ohr nur dann nachweisbar werden, wenn an der fraglichen Stelle eine
Störung vorliegt. Ist also auf der Ohrmuschel z.B. der Leberpunkt
elektrisch verändert, dann bedeutet dies eine Störung (funktionell o.
strukturell) im Bereich der Leber.
Ohrakupunktur ist wegen der kurzen Reflexwege besonders wirksam.
Die Behandlung geschieht
durch Stechen von Nadeln in die notwendigen Punkte am Ohr,
gegebenenfalls zusätzlich am Körper.
Kleine Kinder werden üblicherweise
nicht gestochen, sondern mit dem Lasergerät (Softlaser) an den betroffenen
Ohrpunkten bestrahlt.
Alle Reize oder Signale, die durch Ohr-Akupunktur
ausgelöst werden, gelangen über das Zwischenhirn zu den zugehörigen
Körperteilen (Repräsentationszonen an der Großhirnrinde), die diese
Kommandos, eben weil sie vom Gehirn kommen, strikt befolgen.
Die Ohr-Akupunktur bedient sich also stets der Steuerzentrale des
Menschen, des Gehirns. Aufgrund der kurzen Reflexwege zwischen der
Ohrmuschel
und den Schmerzzentren des Gehirns ist die Ohrakupunktur nach
Ansicht chinesischer, russischer und deutscher Forscher besonders
wirksam bei Schmerzzuständen.

Begleitende
Raucherentwöhnung
mittels Akupunktur Beim motivierten Patienten kann die Akupunktur im Rahmen einer
Entwöhnung, die oft sehr heftigen vegetativen Ausfallserscheinungen
("Entzugserscheinungen" wie Craving (engl. Begierde, Verlangen),
Nervosität, Herzklopfen, Unruhe und Schlafstörungen) mildern, ja oft
sogar beseitigen. Außerdem wirkt die Akupunktur psychisch sehr
beruhigend und entspannend. Suchtprogramm zur Nikotinentwöhnung:
Die meisten Klienten, die zur Akupunktur begleitenden
Raucherentwöhnung kommen, sind meist sehr motiviert, da sie in ihrem
Umfeld Menschen
mit gesundheitlichen Problemen durchs Rauchen kennen.
Die
Therapie
erfolgt am besten einmal wöchentlich mit Dauernadeln im führenden
Ohr (Rechtshänder rechts!).
Es wäre sehr empfehlenswert, wenn mindestens 24 Stunden
vor einer
Akupunkturbehandlung
mit dem Rauchen aufgehört wird.
Das hat zum einen den Vorteil, dass der Raucher die Entzugserscheinungen
an sich bereits wahrnimmt und einordnen kann, inwieweit ihm die
Akupunkturbehandlung weiterhilft, zum anderen ermöglicht es dem
Therapeuten eine genaueres Auffinden der nun empfindlich gewordenen
Punkte am Ohr.
(nach OMR. Prof. Dr.
med. Rudolf Bucek, (b.3.11.1919 - 2011) FA f. HNO, Wien
Der chinesische
Hungerpunkt Nr. 18 (Valium analoger Punkt n. F. Bahr),
Antiaggressionspunkt nach Nogier,
Der chinesische Punkt "Sonne" Nr. 35, Punkt "Psyche"
(Chinesisch Herz 100), Punkt "Lunge"
Zusätzlich werden noch, den besonderen Umständen des Patienten
entsprechend,
einige Hauptpunkte der Körperakupunktur gegeben:
KG17 ("Mädchen für
alles" im Thoraxbereich),
KG12 (Alarmpunkt d. Magen-Meridians,
des digestiven Anteils des 3E, zählt zu den 8 einflussreichen Punkten),
KG15 + LG20 (vegetativer Ausgleich), Di4 (Quellpunkt
d. Di, Stoffwechsel- u. Analgesiepunkt obere Körperhälfte,
mit KS6),
Lu7 (Kardinalpunkt für KG, Durchgangspunkt)
sowie ECIWO Punkte: Lunge, Hals, Niere, Leber, Herz usw.
ECIWO siehe Leistungen: 8.
Neuraltherapie & Zahn-/Störfelder & MAPS
>>>>
ECIWO-Theorie: Bindeglied zwischen klassischer und
Mikrosystemakupunktur
pdf
>>>>
Christian Scheweling, Arbeitsgemeinschaft für Klassische Akupunktur
und Traditionelle Chinesische Medizin e.V.
Wichtig ist, dass der Patient bei
einem eventuellen Rückfall
(ca. 1/4 der Fälle!)
noch am selben oder spätestens am nächsten Tag vorstellig
wird.
Ansonsten
genügt der Abstand von 5-7 Tagen.
Man kann heute davon ausgehen, das nach durchschnittlich 3
Akupunkturbehandlungen von den motivierten Klienten
die Mehrheit
"nikotinfrei" wird. Rückfälle kommen leider vor, sprechen aber auf die
gleiche Therapie wieder gut an.
Gut bewährt hat
sich auch die zusätzliche Gabe von Vitalstoffen in Kombination mit
"neurotropen" B-Vitaminen (Vitamin B-Komplex).
Für den Klienten ist es besonders wichtig, dass er während seiner
Entwöhnung
nicht eine Ersatzbefriedigung mit Süßigkeiten und anderen
"Kalorienbomben" sucht,
sondern regelmäßig in frischer Luft
spazieren geht oder sich anders sportlich betätigt
und viel Gemüse und Salate zu einer ausgewogenen Kost zu
sich nimmt.

Fagerström-Test für Nikotinabhängigkeit
(n. Karl Olav Fagerström, schwedischer Wissenschaftler)
Um
besser und standardisiert beurteilen zu können, wie sehr ein Mensch vom
Nikotinkonsum
abhängig ist,
wird von behandelnden Ärzten zunehmend der Fagerström-Test verwendet.
Er präzisiert nikotin-relevante
Suchtkriterien in Frage- und Antwortform.
Beantworten Sie die Fragen,
summieren Sie die Punkte und zeigen Sie das Ergebnis Ihrem Arzt:
|
Frage |
Wahlmöglichkeit |
Bewertung |
|
Wann nach dem Aufstehen rauchen Sie Ihre erste Zigarette? |
innerhalb von 5 min |
3 |
|
|
6 bis 30 min |
2 |
|
|
31 bis 60 min |
1 |
|
|
nach 60 min |
0 |
|
Finden Sie es schwierig, an Orten, wo das Rauchen verboten ist |
ja |
1 |
|
|
nein |
0 |
|
Auf welche Zigarette würden Sie nicht verzichten wollen? |
die erste am Morgen |
1 |
|
|
andere |
0 |
|
Wie viele Zigaretten rauchen Sie im allgemeinen pro Tag? |
bis 10 |
0 |
|
|
11 bis 20 |
1 |
|
|
21 bis 30 |
2 |
|
|
31 und mehr |
3 |
|
Rauchen Sie am Morgen im allgemeinen mehr als am Rest des Tages? |
ja |
1 |
|
|
nein |
0 |
|
Kommt es vor, dass Sie rauchen, wenn Sie krank sind und tagsüber im Bett bleiben müssen? |
ja |
1 |
|
|
nein |
0 |
|
Ihre Punkteanzahl |
|
|
0 bis
2 Punkte
stellt keine bzw. eine nur sehr geringe Nikotinabhängigkeit dar;
3 bis
4 Punkte: geringe Nikotinabhängigkeit
5 bis 10 Punkte:
mittlere bis hohe Nikotinabhängigkeit
Siehe auch: LEISTUNGEN: Spirometrie >>>>
"Bei einer Sache die
man positiv kennen gelernt hat, Facharzt für Chirurgie
*****
In Memoriam

Prof. Dr. med.
Johannes Bischko
(5.8.1922 Wien - 5.11.2004
ebenda)
ÖGA
Österreichischen Gesellschaft für
Akupunktur
www.akupunktur.at/
soll man niemals aufgeben und muss immer
- fast so wie am ersten Tag - weiterkämpfen.
Es lohnt sich immer!"
Pionier der westlichen Akupunktur und Gründer der Wiener Schule für
Akupunktur
Gründer der ÖGA - Österreichischen Gesellschaft für Akupunktur mit
damals 22 Mitgliedern -
Gründung der ersten öffentlichen Europäischen Akupunkturambulanz mit Prof. Eduard H. Majer
(1909-1991)
an der HNO-Abteilung der Wiener Allgemeinen Poliklinik -
1956
Gründer des Ludwig Boltzmann Institutes für Akupunktur mit Senatsrat Prof. Dr. Josef Bandion
(1930-2005)
an der Wiener Allgemeinen Poliklinik (1872-1998 ) -
1972
Gründer der ICMART - International Council of Medical Acupuncture and Related
Techniques -
1980
www.icmart.org

Skulptur im Foyer des
Kaiserin-Elisabeth-Spitals
mit der Aufschrift:
"Edel sei der Mensch, hilfreich
und gut!
Denn das allein unterscheidet ihn
von allen Wesen, die wir kennen"
Johann Wolfgang von
Goethe
(1749-1832)
Das
Kaiserin-Elisabeth-Spital -
www.wienkav.at/kav/kes/
ist Standort des 2005 gegründeten Johannes Bischko – Institut für
Akupunktur.
Ins Leben gerufen wurde dieses Institut in Zusammenarbeit mit dem
Wiener Krankenanstaltenverbund KAV,
da das Ludwig Boltzmann Institut für Akupunktur geschlossen werden
sollte.
Dadurch sollte der Fortbestand von Lehre und Forschung im Bereich der
Akupunktur
und verwandter Techniken und Ambulanz gesichert werden.
Die Akupunkturambulanz,
die seit 1990 in die 2. Interne Ambulanz des Kaiserin Elisabeth
Spitals eingegliedert ist,
stellt als Lehrambulanz der Österreichischen Gesellschaft für
Akupunktur (ÖGA) und in Zusammenarbeit
mit dem Johannes Bischko Institut für Akupunktur europaweit das größte
Ausbildungszentrum für Akupunkteure dar.
Die Akupunktur wird
im niedergelassenen Bereich nicht von den Krankenkassen honoriert.
In der Akupunkturambulanz besteht für Patienten, die von ihrem Arzt
zugewiesen werden,
für eine limitierte Anzahl von Sitzungen die Möglichkeit einer kosten-
losen Therapie
Internationale Bekanntheit
erlangte
Johannes Bischko, als er
1972
gemeinsam mit Andreas Wolken
(FA f. HNO)
eine Mandeloperation (Tonsillektomie) ohne Narkose,
aber mit Hilfe der Akupunktur-Analgesie
als örtliche Betäubung,
in der Wiener Poliklinik , bei einer Patientin, die eine Allergie gegen sämtliche
damals auf dem Markt befindlichen Lokalanästhetika hatte, durchführte.
"Bis heute ist nicht restlos geklärt, wie die Presse damals "Wind" von
dieser Sache erhalten hat,
jedenfalls war an den nächsten Tagen in der Poliklinik die Hölle los.
Natürlich ersparte uns der Chef
der Abteilung - Eduard H. Majer -
nicht, uns kräftig eine über das Haupt zu geben,
weil wir ihn
nicht informiert hatten, die Wogen glätteten sich aber
bald aufgrund der Tatsache,
dass die Wiener Poliklinik und natürlich seine Abteilung weltweit nun
in aller Munde war.
Es war dies
die
erste Operation in Akupunktur-Analgesie außerhalb
Chinas und es war sicher
der Grundstock für den erfolgreichen Weg der
Akupunktur in den nächsten Jahrzehnten.
Es erfüllt mich mit Stolz, gemeinsam mit Andreas Wolken damals diese
Sache gemacht zu haben,
und ich bin ihm heute noch dankbar für diese Idee und vor allem diesen
Mut,
den er damals bewiesen hat."1

Tonsillektomie unter
Akupunkt-Analgesie
rechst: Prof. Dr. med. Johannes Bischko
(1922-2004)
links: Prof. Dr. med. Eduard H. Majer (1909-1991),
Vorstand der HNO-Abteilung
der Wiener Poliklinik von 1946-1974.
Johannes Bischkos Initiative ist es zu verdanken, dass die Akupunktur im
Jahr 1986
vom Obersten Sanitätsrat Österreichs als wissenschaftliche
Heilmethode anerkannt wurde.
Im gleichen Jahr gelang Bischko die
Einführung einer Vorlesung über Akupunktur an der Universität Wien.
Gemeinsam mit Prim. Prof. Dr. Helmut Nissel (Vorstand der 2. Med.
Abteilung und Ärztlicher Direktor
des Kaiserin Elisabeth-Spitals,
Ärztlicher Direktor des SMZ Sophienspital, Präsident der
Österreichischen Gesellschaft
für Akupunktur, Leiter des Johannes-Bischko-Instituts für Akupunktur) gelang schließlich im Jahr
1991
die Schaffung eines offiziellen ÖÄK-Diploms für Akupunktur
durch die Österreichische Ärztekammer.

Johannes Bischko
Medaille
Etwa seit dem Jahr 1972
gibt es den Johannes Bischko Preis für Akupunktur,
der damals noch Prof. Dr. Alfred Pischinger (1899-1983, "System der
Grundregulation") - Preis hieß
und im Rahmen der Neugründung des Johannes Bischko Institutes für
Akupunktur
entsprechend umbenannt wurde.
Der Preis wird immer anlässlich des Johannes Bischko Symposiums,
welches alle 2 Jahre stattfindet, verliehen.
Zahlreiche Bücher und wissenschaftliche Arbeiten krönten sein
Lebenswerk.
Z.B.: „Praxis der
Akupunktur: - „Einführung in die
Akupunktur“ HAUG 1994, - „AP für mäßig Fortgeschrittene
– Bildband +
Textband“ (Co-Autor Alexander Meng) HAUG 1994, - „AP für Fortgeschrittene“ HAUG 1986,
- „AP für weit
Fortgeschrittene“ (Co-Autoren: Helmut Nissel u. Erich Kitzinger
(1912-2006) HAUG 1985
"Wissenswertes für Patienten über Akupunktur" 3. Auflage HAUG 1998
(1987)
"Die Meridiane Yin und Yang sowie die Lage und Bedeutung ihrer Haupt-,
Spezial-, Reunions-, Kardinal- und Meisterpunkte"
Biologisch-Medizinische Verl.-Ges. 1979, zusammen mit Werner Lothar
Mang (b.1949,
deutscher HNO-Arzt).
Bischko war Träger zahlreicher in- und ausländischer Verdienstorden.
1Manfred Richart: "Johannes Bischko -
Ein Leben für die Akupunktur. Eine Biographie aus Interviews und
Erinnerungen
vom Pionier der Akupunktur in der westlichen Welt"
mit einem Beitrag
von Prof. Dr. med. Alexander Meng (b.1945, Neuropsychiater, Vorstandsmitglied und Fortbildungsreferent der Österreichischen
Gesellschaft für Akupunktur,
Leiter des Österreichischen
Arbeitskreises für Tuina
Therapie und stellvertretender Vorsitzender
des
Specialty Committee of TCM Psychology der World Federation of
Chinese Medicine Society)
Verlag Wilhelm Maudrich
Wien 2005, ISBN 3-85175-817-X
*****

Dr. med. Paul Nogier (1908
in Lyon, † 15. Mai 1996 in Lyon)
Ein französischer Mediziner. Er war
der Sohn von Thomas Nogier
und Professor für medizinische Physik an der medizinischen Fakultät von
Lyon.
Studium der Physik während drei Jahren
an der zentralen Schule in Lyon. Dort auch Studium der Medizin, der
Homöopathie, der Chirotherapie.
Entdeckung der Aurikulotherapie (Ohrakupunktur) im Jahre 1951. Erste
Veröffentlichung 1956.
Entdeckung des RAC (Réaction auriculo-cardiaque) oder
VAS
(Vaskuläres
autonomes Signal),
die seitdem Nogier Puls genannt werden.
Weiterentwicklung der Aurikulotherapie in den folgenden Jahren.
Gründung
der Internationalen Paul Nogier Schule
im Januar 1996.
Siehe: Somatotopien & MAPS: unter LEISTUNGEN: 8. Neuraltherapie
>>>>
Links:
OEGA
Österreichische Gesellschaft f. Akupunktur
ÖWÄGesellschaft für Akupunktur
ÖGKA-Österr.Gesell.f.kontroll.AP
Beschreibung der Akupunkturpunkte:
http://www.tcm-info.ch/index.php?option=com_content&task=section&id=17&Itemid=93
Wiener Schule für traditionelle chinesische
Medizin
Koreanische Handakupunktur Koryo Sooji Chim AUT
Der Lichtkreis - Chakren u.v.a
Dr. Chen Lifu (1900-2001) International
College of Chinese Medicine Basel
The Medical Acupuncture Web Page Thessaloniki
DÄGfA - Deutsche Ärztegesellschaft für
Akupunktur
Deutsche Gesellschaft für
Akupunktur und Neuraltherapie e. V.
AGTCM Arbeitsgemeinschaft Klassische Akupunktur Traditionelle
Chinesische Medizin e.V.
http://www.akupunktur-aktuell.de
AKU-NET Akupunkturbedarf BRD
http://www.apm-penzel.at
Meine "unvollständige"
Literaturliste
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