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Mikrobiologische Therapie
Heilen mit Bakterien
Symbiontenlenkung

Gestörtes
Darmmilieu - Reizdarm - Irritable Bowel Syndrome
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Mensch und Mikroben stellen eine symbiontische
Lebensgemeinschaft dar.
Die „normale“ Mikroflora des Menschen enthält auch
opportunistische Krankheitserreger („Schmarotzer“),
mit
welchen der Mensch fortwährend und innig zusammenlebt,
die normalerweise
unter Kontrolle neutraler,
kommensaler (ernährungsgemeinschaftlicher)
und mutualistischer (artgemeinschaftlicher) Mikroorganismen stehen
und
daher ihre Krankheitserregenden Eigenschaften nicht entfalten können. |
Symbiose [1879, Anton
Heinrich de Bary (1831-1888)]:
„Das fortwährende und innige Zusammenleben ungleichnamiger
Organismen.“
Mikrobiom bezeichnet
die "Gesamtheit aller den Menschen besiedelnden
Mikroorganismen".
Damit werden primär die Darmbakterien (Darmflora) in Verbindung
gebracht,
aber auch alle Mikroorganismen, die auf der Haut (Hautflora) leben.
Der Begriff wurde vom Nobelpreisträger (1958) Joshua Lederberg (1925 -
2008 New York),
einem US-amerikanischen Molekularbiologen und Genetiker geprägt. Er
behauptete,
nach Beendigung des Humangenomprojekts, dass auch die "Mikroflora des
Menschen"
berücksichtigt werden müsse [Epigenetik], da diese "Teil des
menschlichen Stoffwechselsystems"
sei
und daher maßgeblichen "Einfluss auf den Menschen" habe.
Ein internationales Team von Wissenschaftlern1 entdeckte anhand
verschiedener Darmmilieus, bei Personen aus verschiedenen
Ländern
und Kontinenten, dass es 3-grundlegende Entero-Typen (nicht
Nation- und Kontinent spezifisch!) gibt, die man
unterscheiden kann.
Maßgeblich ist die Gruppe der Bakterien,
die bei einem Menschen am häufigsten im Darm angesiedelt ist:
Bacteroides, Prevotella oder Ruminococcus.
Die Zugehörigkeit zu einer Bakteriengruppe hat Folgen für die
Effektivität der Energiegewinnung und die Bildung von Vitaminen.
Menschen, die dem Typ 1 (Bacteroides:
obligat anaerobe, pleomorphe, gramnegative Stäbchenbakterien)
angehören, scheinen die lebensnotwendige Energie
verstärkt aus Kohlenhydraten und Proteinen zu gewinnen.
Sie bilden bevorzugt die B-Vitamine Biotin, Vitamin B2 (Riboflavin) und
Pantothensäure (B5).
Beim zweiten Typ (Prevotella:
obligat anaerobe, gramnegative Stäbchen; früher zu den Bacteroides spp
gezählt)
überwiegt der Abbau von
Zucker-Protein-Komplexen in der Darmschleimhaut sowie
die Bildung von Vitamin B1 (Thiamin) und Folsäure (Vitamin
B9).
Der dritte Typ (Ruminococcus:
obligat anaerobe kugelige bis ovale Kokken, in Paaren oder Ketten
angeordnet)
nutzt ebenfalls den Abbau von Schleimhaut- Proteinen,
dabei sind die entstehenden Zuckermoleküle besonders effektiv.
Erstaunlich für die Forscher war, dass diese drei Arten unabhängig von
der ethnischen Zugehörigkeit,
dem Heimatland
und der Ernährung zu finden sind. Die Forscher hatten die Darmflora von
Personen aus
vier europäischen Ländern untersucht
und mit Proben aus Asien und den USA verglichen.
Möglicherweise kann die
Bakterienart der Darmflora erklären,
warum die Wirkungen von Medikamenten
und Nährstoffen bei Menschen
unterschiedlich sind.

1Manimozhiyan Arumugam,
Jeroen Raes, Eric Pelletier et al: "Enterotypes of the human gut microbiome"
Nature 473, Pages: 174–180. Date published: 12 May 2011
Die Wiederherstellung des "natürlich
und gesunden" Darmmilieus
ist das einfache Wirkprinzip der Mikrobiologischen
Therapie.
Die „Gesundheitserregenden“
Eigenschaften ausgewählter Bakterienstämme werden therapeutisch
genutzt,
um das Abwehrsystem und die Darmflora zu regulieren.
Schematische Darstellung des
Magen-Darm-Traktes
Mikrobielle
Besiedlung des menschlichen Verdauungstraktes
nach
H. HAENEL und J. BENDIG, 1975
G. L. SIMON und S. L. GORBACH, 1982)
KBE = Koloniebildende Einheit ("Keimzahl"), bezeichnet ein oder
mehrere vermehrungsfähige Mikroorganismen,
die bei der Kultivierung zur Bildung einer einzelnen Kolonie führen.
(Magen u. Duodenum 101-103 KBE/ml, Jejunum und
Ileum 104-108 KBE/ml, Kolon 1010-1012
KBE/ml)

Der gesamte Verdauungstrakt - "von Mund bis After" -
ist mit ca. 300m2 Oberfläche
das größte Wahrnehmungsorgan in unserem Körper, besitzt ca. 100
Millionen Nervenzellen
zur autonomen Eigenorganisation (Bauchgehirn) und enthält
>56001
verschiedene Arten
oder zumindest Stämme von Bakterien, das sind zusammen etwa 1014 lebende
Keime.
Davon sind ca. 99% anaerobe Bakterien und nur ca. 1% aerobe Bakterien.
1Nach Antibiotika
Gabe: Darmflora auf Monate verändert:
Les
Dethlefsen, S. Huse, M.L. Sogin, and D. A. Relman (Nov. 18, 2008):
"The
pervasive effects of an antibiotic on the human gut microbiota, as
revealed by deep 16S rRNA sequencing"
PLoS Biology Vol. 6, No. 11, e280
doi:10.1371/ journal.pbio.0060280
Im Kontrast dazu besteht ein erwachsener Mensch mit ca. 70 kg
Körpergewicht
aus ungefähr 1012 Körperzellen;
es kommen also auf 1 Körperzelle 100 Keime.
"Offensichtlich sind neben den Keimen noch andere Faktoren im Spiel,
die mit darüber entscheiden, ob ein Erreger den Wirtsorganismus krank
macht oder nicht.
Ob also beispielsweise ein Kind Scharlach bekommt, hängt weniger davon
ab, ob es mit einem anderen scharlachkranken Kind Kontakt hatte, sondern
vielmehr davon, ob durch Veränderungen des inneren Milieus
bereits vorhandene oder auch aufgenommene Keime aggressiv werden können.
Anders ausgedrückt:
Nicht die Erreger machen den
Organismus krank,
sondern ein kranker, aus der Balance geratener Organismus
macht harmlose Erreger aggressiv"
Aus: Andreas Diemer
(deutscher Arzt, Diplom Physiker):
„Die fünf Dimensionen der
Quantenheilung“
Seite 155. MensSana 2011
Bei welchen Erkrankungen ist eine
Mikrobiologische Therapie sinnvoll?
„Gute Bakterien“ (Milchsäurebakterien,
Bifidusbakterien usw.) wirken regulierend auf das Immunsystem.
Diese
werden sowohl eingesetzt bei Krankheiten bei denen Abwehrschwächen
im Vordergrund stehen
(immer wiederkehrende Infekte, Pilzerkrankungen und andere) als auch bei
Allergien, bei denen
das Abwehrsystem
"übertrieben" arbeitet.
Neben der Behandlung akuter Infekte sind
es vor allem chronische oder chronisch rezidivierende
(immer wiederkehrende)
Erkrankungen, bei denen eine Mikrobiologische Therapie durchgeführt
wird:
- Atopisches Ekzem (Neurodermitis)
- Pollinosis (Heuschnupfen)
- Asthma bronchiale
- Urtikaria (Nesselfieber)
- Abszesse und Furunkel
- Infekte der Atemwege (Mandelentzündung,
Nasennebenhöhlenentzündungen, Bronchitis
und andere).
- Meteorismus (Blähungen), Diarrhoe
(Durchfall), Obstipation (Verstopfung).
- Colon irritabile
- Reizdarmsyndrom
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- Pilzerkrankungen (Scheidenpilz, Hautpilz, Candida
Besiedlung des Darmes)
- Additiv bei Krebskrankheit (Stärkung
des Schleimhaut assoziierten Immunsystems)
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„Mikroben sind die Indikatoren
für lebendige Substanz,
biologische Wertigkeit,
Zelltauglichkeit,
Nahrungswert,
Gesundheit eines Organismus,
Tauglichkeit eines jeden Nährsubstrates,
jeder Garten- oder Ackererde.“
…
„Wir müssen bereit sein,
uns über die unvorstellbare Kraft
der kleinen Lebewesen zu informieren
und uns zusammen mit ihnen
in der Biosphäre (Luft, Wasser, Erde) einrichten.“
Herwig Pommeresche
(b.1938 in Hamburg)
Lebt seit 1974 in Norwegen. Studium der Architektur an der
Universität Hannover. Erwerbstätigkeit als Architekt in
Norwegen.
Später Zusatzausbildung zum Diplom-Permakultur-Designer und
-lehrer
(bei Prof. Declan Kennedy). Permakultur-Lehrtätigkeit
unter anderem an der Universität Oslo. Autor und
Teilselbstversorger
(traditionelles bäuerliches Handwerk,
Gartenbau, Kleintierhaltung).
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Die verschiedenen Bakterien haben unterschiedliche
Wirkungen.
So bewerkstelligen E. coli und Enterokokken eine intensive Regulierung
des Immunsystems.
Milchsäurebakterien, wie Bifidobakterien oder
Laktobazillen hingegen wirken vor allem regulierend auf das Milieu des
Darmes ein und normalisieren dort die Zusammensetzung der Darmflora.
Hinzu kommt, dass die Wirkungsweise von E. coli und Enterokokken variiert,
je nachdem ob die Bakterien in lebender oder abgetöteter Form zugeführt
werden.
Schließlich entscheidet auch die Herkunft der therapeutisch
eingesetzten Bakterienstämme über den Einfluss auf das Abwehrsystem:
so wirken Präparate aus körpereigenen E.coli - Bakterien des
Patienten (Autovaccine, sprich "Autovakzine")
auf eine ganz
besonders individuelle und sehr intensive Weise regulierend auf das
Immunsystem.
Siehe auch:
Colon Hydro Therapie
>>>>
Information zu Gestörtes
Darmmilieu - Reizdarm
>>>>
Links:
Eine gesunde Darmflora Dr.Wolz BRD
AMT Arbeitskreis Mikrobiologische Therapie Herborn BRD
Mikroökologie Labor Dres. Hauss BRD
http://www.effectivemicro-organisms.co.uk/
http://www.embio.it/
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„Die Natur arbeitet ungemein langsam.
Aus diesem Grunde ist es auch unmöglich,
die sich in ihr abspielenden Vorgänge
im Wege des kurzen Laboratoriumsversuches
zu erfassen, weil auch
die richtigen Voraussetzungen fehlen“
Viktor Schauberger
(1885-1958)
Österreichischer Förster und Erfinder |
Effektive Mikroorganismen
EMs

Der japanische Professor für Landwirtschaft Teruo Higa
(geb.1941)
hat in 20-jähriger
Forschung eine Mischung von Mikroorganismen entwickelt,
die sich in
vielen Bereichen unseres Lebens als große Hilfe erweisen.
Information zu Effektive Mikroorganismen
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Links:
Multikraft Logisch Oekologisch AUT
Arge
- Effektive Mikroorganismen
MikroVeda Handelsgesellschaft mbH
Em-Effektive-Mikroorganismen
Käserei
Plangger
EM Research
Organization
EM Technology
Network
Wikipedia
- Teruo Higa
www.palaterra.eu/
www.sonnenerde.at/sonnenerde-terra-preta.81.htm
www.umwelt-lebensberatung.de
www.effectivemicro-organisms.co.uk/
www.emater.de
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