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Die Vitamin-C-Hochdosis-Therapie
in Kombination mit anderen
Vitalstoffen
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Modifizierter Vitalstoff-Cocktail
nach Dr. med. John Myers
(†1984,
Maryland USA)

"Vitamin C Kristalle"
Aufnahme von kristallisiertem Vitamin C
im polarisierten Licht
Die Vitamin-C-Therapie ist untrennbar mit
dem Namen des zweifachen Nobelpreisträgers
Prof. Dr. Linus Pauling
(1901-1994) verbunden. Ihm ist es zu verdanken, dass Vitamin C seit
den 60iger Jahren des vergangenen Jahrhunderts wieder viel Aufmerksamkeit
erregt. Ausgehend von der Tatsache, dass wir Menschen die Fähigkeit
zur Vitamin-C-Produktion verloren haben, vertrat er die Auffassung,
dass wir deshalb täglich ebenso viel Vitamin C zu uns nehmen sollten,
wie andere Säugetiere selbst produzieren – also Mengen im
Gramm-Bereich.
Albert von Szent - Györgyi Nagyrapolt
[16. September 1893 in Budapest; † 22. Oktober 1986 in Woods Hole,
Massachusetts,
war ein ungarischer Biochemiker und Nobelpreisträger (1937)] isolierte 1927 die Ascorbinsäure aus Pflanzen- und Gewebeextrakten.
In den
folgenden Jahren untersuchte er die neu entdeckte Substanz während
seinen Tätigkeiten an den Universitäten von Cambridge, Rochester, und Szeged
(Ungarn) und identifizierte sie
1932
als das bereits 1907 entdeckte, gegen Skorbut wirksame "Vitamin C".
Da die meisten Tiere Vitamin C selbst synthetisieren, stand lange kein
geeignetes Versuchstier für die systematischen Untersuchungen von Stoffen
auf ihre Antiskorbut-Wirkung zur Verfügung, bis 1907, durch die
beiden Norweger Axel Holst (1860–1931, Prof. f. Hygiene u.
Bakteriologie) und
Theodor Frolich (1870-1947, FA f. Pädiatrie), auch bei Meerschweinchen
Skorbut - Symptome entdeckt wurden.
Pauling
glaubte, dass Vitamin C vielen schweren Krankheiten vorbeugen, ja diese
sogar heilen könne.
In den siebziger Jahren (20.Jhd.) begann sich Pauling zusammen mit dem
schottischen Chirurgen
Ewan Cameron (1922-1991,
Vale of Leven Hospital in Loch Lomondside, Schottland) für die
Möglichkeit zu interessieren, Krebspatienten mit hohen Dosen von Vitamin
C zu behandeln. Cameron hatte 1966 in seinem Buch darauf hingewiesen,
dass durch eine Stärkung der Kollagensubstanz zwischen den Zellen das
Krebswachstum gebremst werden könne ("Hyaluronidase and Cancer" Pergamon
Press 1966).
Bösartige Krebszellen sondern eine Substanz (Enzym)
ab, die "Hyaluronidase", die das Kollagen auflöst und so die Invasion
der Krebszellen in das Gewebe ermöglicht.
Für eine normale
Kollagenbildung ist Vitamin C notwendig.
Bereit 1939 hatte der deutsche Mediziner Dr. med.
Alfred Vogt
(1879-1943) herausgefunden, dass man Krebspatienten, die bestrahlt
wurden, bis zu 5 Gramm Vitamin C geben musste, bis man Vitamin C im Urin
nachweisen konnte (Strahlentherapie 65, 616-623, 1939).
Vitamin C
(wasserlösliches Vitamin) kann im Körper nicht gespeichert werden.
Obwohl
Pauling's Theorien von Anfang an von vielen Zweiflern abgelehnt wurden und
immer noch werden, gewann man in den letzten 20 Jahren viele neue Erkenntnisse
über die therapeutische Anwendung von Vitamin C.
Seit Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts
wird intensiv auf dem Gebiet der Vitamin-C-Therapie geforscht.
Allein
in der bedeutendsten medizinischen Datenbank, der "Medline", erschienen
seit 1990 rund 8000 Arbeiten, die sich schwerpunktmäßig mit
Vitamin C beschäftigen. Diese Arbeiten führten zur Entwicklung
der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie, mit der zunehmend mehr Ärzte
und Heilpraktiker auch in Deutschland hervorragende Erfahrungen gesammelt
haben.
Die Grundlage der Vitamin-C-Hochdosis-Therapie
bildet die Erkenntnis,
dass bei zahlreichen Erkrankungen der Vitamin-C-Bedarf
weit höher ist,
als dem Organismus über den Magen-Darmtrakt
zugeführt werden kann.
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Zudem ist krankheitsbedingt häufig
die Aufnahme durch die Darmschleimhäute weiter reduziert.
Manchmal
können therapeutisch wirksame Vitamin-C-Spiegel nur erreicht werden,
indem Vitamin C direkt über die Blutbahn,
also als Injektion oder
Infusion, dem Körper zugeführt wird.
Wann ist der Vitamin C-Bedarf
erhöht?
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Nach den Empfehlungen der DACH -
der deutsch-österreichisch-schweizerischen Ernährungsgesellschaften
solle die tägliche Zufuhr von 100mg Vitamin C tgl. ausreichen - ohne
Absicherung durch Studien!
Aber zahlreiche
Erkrankungen, auch
besondere
Lebenssituationen
erhöhen den Bedarf an Vitamin C:
Infektionskrankheiten
Entzündlichen Erkrankungen
Verletzungen
Allergien
Arteriosklerose
Starke körperliche Beanspruchung
Ständige Stress-Situationen
Rauchen
Alkohol Abusus
Leistungssport
Schwangerschaft + Stillen + Kinderwachstum
Dialyse-Patienten
Belastungen der Leber
Fehl- o. Mangelernährung
Extremdiäten
Intestinale Malabsorption (Aufnahmestörung) und Steatorrhoe (Fettstühle)
Einnahme bestimmter Medikamente
(Pille,
Barbiturate, Aspirin, Kortikoide, Tetrazykline)
Empfehlung: Achten Sie
bei Ihrer Ernährung stets auf eine gute Vitamin-C-Versorgung Ihres
Körpers!
Besprechen Sie in diesen
angeführten Fällen, aber besonders auch im Falle einer chronischen
Entzündung
oder einer Infektion, mit Ihrem Arzt die Möglichkeiten
einer Vitamin-C- und Polyvitamin-Hochdosistherapie,
um Ihren Körper schnell wieder
mit ausreichend Vitamin C und den anderen Vitaminen und Mineralstoffen
und Spurenelementen zu versorgen.
Viele Symptome deuten heute auf ein
Vitamin-C-Defizit
hin, das sich bei der Bevölkerung
als das
Krankheitsbild eines "chronischen
subklinischen Skorbut 's",
mit folgenden Symptomen, darstellt:
*
verminderte Leistungsfähigkeit, Appetitlosigkeit, Erschöpfung,
Müdigkeit schon bei geringer Belastung
* Blutungsbereitschaft: Zahnfleischbluten, Blutungen in
die Haut
(Ekchymosen, Petechien), Nasenbluten
* Parodontose (irreversible Zerstörung des Zahnhalteapparates)
* Neigung zu grippalen Infekten (Erkältungskrankheiten),
Fieber
*
schlechte Wundheilung: bei Verletzungen, Ulcus cruris (Offener/s
Fuß / Bein),
Dekubitus (Druck-Liege-Brand)
* verminderte Eisenresorption aus dem Dünndarm (Ileum)
Die Symptome eines "manifesten
Vitamin-C-Mangels" werden als
Skorbut bezeichnet.
Bei Säuglingen spricht man von Möller-Barlow-Krankheit ("rachitischer
Säuglingsskorbut").
[Sir Thomas Barlow (1845−1945, engl. Kinderarzt)
und Julius Otto Ludwig Möller (1819-1887, dtsch. Chirurg)]
Die Ursache von Skorbut ist der absolute Mangel an Vitamin C, das heißt,
es werden weniger als 20 mg Vitamin C pro Tag mit der Nahrung zugeführt.
Es kommt jetzt zusätzlich zu "schweren" Vitamin
C-Mangel-Beschwerden:
* Die
Leistungsfähigkeit und Arbeitskraft lassen erheblich nach.
*Vorzeitige
Gefäßverkalkung (Arteriosklerose):
Herzschwäche (Herzinsuffizienz), Herzinfarkt, Schlaganfall
*
Neigung zur Gelenksentzündungen (Arthritiden)
*
Knochenschwund (Osteoporose), Zunahme von Knochenbrüchen (Frakturen)
*
Muskelschwund und Muskelschmerzen
*
vorzeitige Senilität ("Vergreisung", leichte kognitive
Beeinträchtigung -> Demenz)
Vitamin C Hochdosis
Infusionstherapie
Je nach Indikation wird mit einer Vitamin C Dosierung von 7,5g - 15g
begonnen.
Sind noch höhere Vitamin C Dosen (>15mg) notwendig,
wird im Verlauf der Behandlung
kontinuierlich bis zu diesen vorher
angegebenen Dosen
"ausschleichend" reduziert.
An den Infusionsfreien Tagen wird Vitamin C in Form von "hypoallergenen"
Vitamin C Präparaten
(Thorne Ascorbic Acid
500mg Kps, Pure Encapsulation)
gemeinsam mit einem hypoallergenen
Basic Nutrient (eine
ausgewogene Mischung aus Polyvitaminen + chelatierten
Mineralstoffen
und Spurenelementen)
oral zugeführt.
Näheres dazu: siehe OM-Shop
Was leistet Vitamin C in unserem
Körper?
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Vitamin C
ist in unserem Körper an einer Vielzahl von Stoffwechselprozessen
beteiligt.
Es ist unentbehrlich
für die Abwehrstärkung und Immunstimulation, das Hormon- u.
Nervensystem, die Regulation des Fettstoffwechsels, die Anregung des
Entgiftungssystems, die Bildung und Funktionserhaltung von Knochen und
Bindegewebe sowie die Beschleunigung der Wundheilung (Kollagensynthese)
Vitamin C ist darüber hinaus der wichtigste
Radikalfänger im menschlichen Körper (wässrige Phase)
und spielt eine entscheidende Rolle bei entzündlichen Erkrankungen
und Strahlenbelastungen.
Freie Radikale
sind aggressive und sehr reaktionsfreudige Substanzen [„wild
gewordener Sauerstoff“ (ROS = reaktive Sauerstoffspezies], die durch
körpereigene Stoffwechselprozesse entstehen oder im Organismus durch
zugeführte chemische Substanzen bzw. Strahlen gebildet werden.
Unser Körper verfügt über
ein ganzes Netz unterschiedlicher
Schutzsysteme, die diese freien Radikale
sofort wieder auffangen
und vernichten. Dazu gehören körpereigene
Verbindungen (SOD = Superoxiddismutase, KAT = Katalase, GSH =
Glutathion Peroxidase Reduktase System) aber auch Stoffe, die mit der Nahrung zugeführt werden,
wie die
Vitamine A, C, Beta Carotin und E, Coenzym
Q10 und Selen.
Unter bestimmten Bedingungen (Umwelt- und
Strahlenbelastung, Rauchen, Entzündungen und Stress) ist die Bildung
freier Radikale so stark erhöht, dass die normalen Konzentrationen
der körpereigenen Schutzsysteme nicht ausreichen.
Dann können
freie Radikale große Schäden anrichten. Sie schädigen
z.B. Zellwände, das Erbgut und wichtige Eiweißverbindungen
in der Zelle.
Bleibt das Übergewicht der Freien
Radikale dauerhaft bestehen, spricht man von
oxidativen Stress.
Eine gesunde Ernährung reicht bei
einem gesunden Menschen prinzipiell aus, um den normalen Vitamin C-Bedarf
zu decken.
Hierzu werden täglich 5 große Portionen Obst und
Gemüse empfohlen.
Kranke haben u. U. einen deutlich erhöhten
Bedarf,
oder können manchmal die empfohlenen Mengen nicht essen,
um die notwendige Versorgung über die Ernährung sicher zu
stellen.
Dann kann der Therapeut den zusätzlichen Verzehr einer
"Nahrungsergänzung" oder den Einsatz eines entsprechenden Arzneimittels
anordnen.
Oxidativer Stress ist für viele Krankheiten
und Beschwerden mitverantwortlich:
nachlassende Gehirnfunktion im Alter, Störungen im Fett- und Zuckerstoffwechsel,
Herz- und Kreislauferkrankungen,
chronische Entzündungen, Allergien,
Abwehrschwäche, einige Augenerkrankungen, Hautalterung und Faltenbildung
Oxidativer Stress kann durch eine optimale
Versorgung mit Radikalfängern vermieden werden.
Vitamin C
ist der wichtigste Radikalfänger im wässrigen Milieu!
Da unser Körper zu ca. 60% aus Wasser
besteht, haben wir einen besonders hohen Bedarf an diesem wasserlöslichen
Vitamin.
Ein besonders hoher Vitamin C - Verbrauch besteht
während der Auseinandersetzung mit Krankheitserregern
oder Entzündungen.
Das wird z.B. daran deutlich,
dass
bei Beginn einer Virusinfektion der Vitamin-C-Gehalt in den Immunzellen
soweit absinken kann, dass dort häufig Werte erreicht werden,
die
denen bei Skorbut entsprechen.
Ein solcher
lokaler Mangel an Radikalfängern
beeinträchtigt das gesamte Schutzsystem gegen freie Radikale.
Deshalb
werden Patienten bei langem Fortbestehen einer Entzündung oder
Infektion
gleichzeitig anfälliger für weitere Erkrankungen.
Vitamin C - Allgemeine Informationen
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Vitamin C …
…
wird chemisch auch als
Ascorbinsäure
bezeichnet, weil es das Mittel gegen Skorbut ist
(Ascorbin-Säure
= Anti-skorbutische-Säure). Als Skorbut bezeichnet man die Vitamin
- C - Mangelkrankheit, die besonders unter Seefahrern vom 15.-18. Jahrhundert
sehr gefürchtet war.
…
wird von Pflanzen und den meisten
Tieren selbst hergestellt.
Nur Meerschweinchen, einige Fisch- und Vogelarten
sowie Affen und damit auch wir Menschen haben im Laufe der Evolution
die Fähigkeit verloren, Vitamin C selbst herzustellen.
Wir
müssen Vitamin C mit der Nahrung aufnehmen!
… wird von anderen Säugetieren
in sehr großen Mengen selbst hergestellt.
Wenn man deren Vitamin
- C-Produktionsmengen auf uns Menschen übertragen würde, müsste
man davon ausgehen, dass wir in Ruhe täglich etwa 2 - 4 g Vitamin
C bilden würden. Unter Stressbedingungen (auch Krankheiten) würde
unsere Vitamin - C- Bildung sogar bis auf 15 g täglich anwachsen.
Zum Vergleich: Die deutsche Gesellschaft
für Ernährung empfiehlt eine tägliche Aufnahme von nur
100 mg!
…
ist unterschiedlich stark in den
einzelnen Organen des Körpers konzentriert.
Dabei spiegeln hohe
Konzentrationen einen hohen Bedarf wieder. Die höchsten Konzentrationen
sind zu finden in Gehirn, Immunzellen, Augenlinse, Leber und Nebenniere.
…
ist wasserlöslich.
Deshalb
kann der Körper keine größeren Speichervorräte
anlegen. Vitamin C muss regelmäßig zugeführt werden.
Überschüssiges Vitamin C wird sofort wieder ausgeschieden.
Deshalb ist die Gefahr einer Überdosierung viel geringer als z.B.
bei fettlöslichen Vitaminen.
… kann aus therapeutischen Gründen
auch direkt in die Blutgefäße gespritzt bzw. infundiert werden.
Das wird dann nötig, wenn dem Körper wegen einer Erkrankung
höhere Konzentrationen von Vitamin C zugeführt werden müssen,
als er über den Verdauungstrakt aufnehmen kann.
… ist sehr hitze-, licht-, sauerstoff-
und chemikalienempfindlich.
Die höchsten Vitamin - C - Konzentrationen
sind häufig in der Schale vom Obst bzw. unmittelbar darunter zu
finden. Daher sind unsere Nahrungsmittel nach längerer Lagerung
und küchentechnischer Bearbeitung (Schälen, Zerkleinern) meist
relativ arm an Vitamin C.
…
ist besonders in Obst und Gemüse und weniger in Fleisch enthalten.
Geschichte des Vitamin C
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Vitamin C
ist sowohl historisch als auch therapeutisch gesehen eines der
interessantesten Vitamine.
Die Geschichte seiner Entdeckung reicht bis ins Mittelalter zurück.
Damals konnten jedoch die Skorbut-Epidemien bei zahlreichen Expeditionen
und kriegerischen Auseinandersetzungen noch nicht in Verbindung mit
einem Vitamin-C-Mangel gebracht werden.
Im 15. Jahrhundert – zu Beginn der Kolonialzeit - dauerten die
Überfahrten auf die fernen Kontinente oft Monate. Mangelnde Hygiene und
schlechte Ernährung - meist Pökelfleisch und Zwieback - führten auf den
Schiffen zu hohen Verlusten unter der Besatzung. Häufigste Todesursache
war eine rätselhafte Krankheit:
Skorbut.
Sie wurde damals auch als eine der „Geißeln der Menschheit“ bezeichnet
und war Todesursache Nummer 1 unter den Seefahrern.
Die Symptome von Skorbut beschreibt Jaques Cartier
in seinem Logbuch um
1540 folgendermaßen:
"...Einige verloren all ihre Kraft
und konnten nicht mehr auf den Füßen stehen. Dann schwollen
ihre Beine.
Ihre Muskeln wurden schwarz wie Kohle. Andere hatten ihre
Haut gefleckt mit blutigen Stellen von purpurner Farbe. ... Ihre Münder
wurden stinkend. Ihr Zahnfleisch wurde so faul, dass alles Fleisch bis
zu den Wurzeln der Zähne abfiel und diese beinahe alle ausfielen..."
In den folgenden Jahrzehnten erkannte man
langsam, dass das Auftreten dieser Krankheit durch den Verzehr von Zitrusfrüchten
und Frischgemüse verhindert werden konnte.
Doch erst nach 2 Jahrhunderten
setzte sich diese Erkenntnis vollständig durch.
1747 empfahl der Schiffsarzt James Lind
(1716-1794) der englischen Admiralität, den
Matrosen auf hoher See Orangen- oder Zitronensaft zu verabreichen. Mit
seiner kontrollierten Studie "A Treatise of the Scurvey" erbrachte er
1753
in der medizinischen Geschichte erstmals, auf einer Schiffsreise, den
Wirksamkeitsnachweis für die Gabe von Vitamin C bei Skorbut.
Von dieser Empfehlung profitierte auch James Cook,
dem es schließlich gelang, mit Hilfe von Sauerkraut und Zitronensaft
seine Schiffe von Skorbut frei zu halten. 1776 wurde er dafür von der
englischen Krone ausgezeichnet.
Seit Beginn des 19. Jahrhunderts wurden
die britischen Schiffe mit Limonensaft ausgestattet.
Das brachte den
englischen Matrosen den Spitznamen
„Lime-Juicers“ ein.
Der
leicht abwertende Ausdruck „Limey“ für Engländer
hat sich in Amerika bis heute erhalten.
Die exakte Austestung zahlreicher Lebensmittel
auf ihre antiskorbutische Wirkung und der Nachweis eines kausalen Zusammenhanges
mit einem Vitamin-C-Mangel erfolgten erst im 20. Jahrhundert.
1927 gelang es dem ungarischen Wissenschaftler Albert Szent-Györgyi
(1893-1986, 1937 Nobelpreis für Medizin) reines Vitamin C
aus Pflanzen- und Gewebeextrakten zu isolieren.
1932
isolieren Charles Glenn King
(1896-1988) und W. A. Waugh,
beide waren Chemiker an der Universität von Pittsburgh/Pennsylvania,
Vitamin C aus Zitronensaft.
1933
klärte
Walter Norman Haworth
(1883-1950, britischer Chemiker) die chemische
Struktur von Vitamin C auf.
Er erhielt 1937 den Nobelpreis für Chemie „für seine Forschungen über
Kohlenhydrate und Vitamin C“. Er teilte sich diese Auszeichnung mit dem
Schweizer Chemiker Paul Karrer (1889-1971), der ebenfalls über Vitamine
gearbeitet hatte.

Die späteren Nobelpreisträger
(1937) Albert von Szent-Györgyi
(1893-1986, ungarischer Chemiker) und Walter Norman Haworth nennen Vitamin C "A(nti)-scorbinsäure",
um damit auf den engen Zusammenhang des Vitamins mit Skorbut hinzuweisen.
1933 gelang dem Chemiker
Tadeus Reichstein
(1897-1996, polnischer Chemiker in der Schweiz) die Synthese von Ascorbinsäure auf der Grundlage von Traubenzucker. Seither wird Vitamin C, auf diesem Verfahren (Reichstein-Synthese) basierend,
industriell hergestellt.
Links:
www.bionichepharmausa.com/products/ascorbic.asp?international
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