"Grundsatzartikel zur
Orthomolekular Medizin"
pdf >>>>
Ancel Keys (1904-2004) betritt die Bühne - Die irreführende 7-Länder Studie aus eigentlich 22 Ländern pdf >>>> Aus: Kapitel: Kurze Geschichte der Fettphobie in „Mehr Fett! Dr. Nicolai Worm, Ulrike Gonder, systemed Verlag 2010, Lünen, ISBN 978-3-927372-54-2“ Copyright. Mit freundlicher Verlagserlaubnis vom 1.10.2012 School of Public Health - University of Minnesota: "Ancel Keys - Seven Country Study" www.sph.umn.edu/epi/history/sevencountries/ Gesunde Ernährung kann Ihr Leben verkürzen Dr. phil. Hans Ulrich Grimm pdf >>>> Zur Problematik von Phytosterolen/-sterinen in Margarine Zur Problematik der Kohlenhydratreichen, Fettreduzierten PfundsKur - "Bringt die AOK die Dicken um?" pdf >>>> Hans Joachim Richter - Der Kassenarzt 4:14 2003 LOGI - (Low Gylcemic and Insulinemic Diet) - Methode: Paradigmenwechsel in der Therapie metabolischer Erkrankungen? pdf >>>> Dr.med. Peter Heilmeyer - Ernährung & Medizin 1/2008 Kritische Stellungnahme zu Cholesterinsenkungsstudien mit Cholesterinsynthesehemmern und antioxidativen Mikronährstoffen Doz. Dr.sc.med. Bodo Kuklinski >>>> Statine - Statistische Irrtümer und Trugschlüsse in der Cholesterinsenkung >>>> Coenzym Q10 und Cholesterinsenker - Statine >>>> Bert Ehgartner: Das Cholesterin-Dogma: Kulinarischer Selbstmord >>>>> Krebs und Ernährung - Vorsicht vor Zucker und Stärke pdf >>>> Margot Müller - Biomagazin 2012/2 Die ketogene Ernährung bei Krebserkrankung - UNI Würzburg pdf >>>> http://lchf.de/wp-content/uploads/2011/06/ketogene_ernaehrung_bei_krebs.pdf www.johannescoy.de/ Dr. Johannes Coy - Entdecker des Transketolase-like-1 (TKTL-1) Gen/Enzym (1995) www.budwig-stiftung.de/ Der Mythos vom Vegetarismus >>>> The Myth of Vegetarianism >>>> Aus: Anthony Colpo: "Der Große Cholesterinschwindel Kopp Verlag - The Great Cholesterol Con Lulu Press" Mit freundlicher Genehmigung von Anthony Colpo und Kopp Verlag. OSR-1 Oxidative Stress Relief n. Prof. Boyd E. Haley >>>> N1, N3-bis(2-mercaptoethyl)isophthalamide "Dass die Gesundheitsbehörden, die medizinische Fachwelt und auch die medizinischen Laien so wenig über diese wenig gefährlichen, aber hoch wirksamen Methoden wissen, stellt dem gegenwärtig von den großen Pharmakonzernen beherrschten Gesundheitswesen ein armseliges Zeugnis aus" Aus: Anthony Colpo: "Wenn keine Medikamente, was dann? Klinisch bewiesene nichtmedikamentöse Maßnahmen zur KHK-Prävention" in „Der große Cholesterin-Schwindel. Warum alles, was man Ihnen über Cholesterin, Diät und Herzinfarkt erzählt hat, falsch ist!“ Seite 354. KOPP 2009, ISBN 3-938516-85-2. pdf >>>> ![]() www.thorne.com/ Centropa Warehouse NL Centropa-Versand NUTRAZEUTIKA NEMs - NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL ANTIOXIDANTIEN, MIKRONÄHRSTOFFE, VITALSTOFFE
ist aus der Arzneimittelkunde (Pharmazie) bekannt. Es glauben daher immer noch viele Patienten/Konsumenten, dass es sich bei Vitalstoff-Präparaten um Medikamente handle. Es ist daher ganz wichtig, dass man sich im Klaren ist, wenn man solche Vitalstoffpräparate zu sich nimmt, dass man "Nahrungsergänzungen" einnimmt, Stoffe die in unserer täglichen Nahrung vorkommen, aber in nicht mehr ausreichender Menge (bes. bei einseitiger Ernährung usw., siehe Tabelle weiter unten). Man sollte sich nur sog. hypoallergen hergestellte Nahrungsergänzungsmittel (z.B.: von Thorne o. Pure-Encapsulation) leisten, denn nur diese sind garantiert frei von Farb-, Zusatz- und Konservierungsstoffen, frei von Milchzucker (Laktose), Fruchtzucker (Fructose), Süßstoffen (Sorbit usw.), Gluten (Klebereiweiß im Getreide), Gelatine und produktionstechnischen Substanzen, wie z.B.: Bindemittel, Poliermittel und Antihaft-Substanzen. Obwohl man von „Über den Ladenstisch frei verkäuflichen Produkte“1 (OTC), spricht, sind derzeit im EU-Raum die am höchst-qualitativ hergestellten hypoallergenen Nahrungsergänzungsmittel (Thorne, Pure Encaps.) rezeptpflichtig! Sie benötigen daher zuerst einen orthomolekular-medizinisch ausgebildeten Aerztin, der/die ihnen diese hochqualitativen Produkte verordnen und rezeptieren. 1OTC ist eine Abkürzung des englischen Begriffs "Over the Counter = über den Ladentisch". Damit sind alle nicht verschreibungspflichtigen Arzneimittel und alle Produkte zur Selbstbehandlung gemeint. OTC-Präparate können sowohl in Apotheken als apothekenpflichtige rezeptfreie Medikamente oder in Drogerien als frei verkäufliche Produkte erworben werden. Der amerikanische Doppel-Nobelpreisträger Prof. Dr. Linus Pauling (1901-1994), 1954 Nobelpreis für Chemie, 1963 Friedensnobelpreis, der seit vielen Jahrzehnten als Vitaminforscher tätig war, prägte die Orthomolekulare Medizin. In einem 1968 veröffentlichten Artikel der Zeitschrift "Science" definierte er die Orthomolekulare Medizin folgendermaßen: Orthomolekulare Medizin VITALSTOFFMEDIZIN ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentration von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind. Optimales Funktionieren unseres Organismus bedeutet optimale Zufuhr aller lebensnotwendigen Vitalstoffe. Chronische aber auch akute Erkrankungen fordern immer eine erhöhte Zufuhr an Vitalstoffen. ![]() www.purecaps.net/at/ NAHRUNGSERGÄNZUNGSMITTEL RICHTIG EINKAUFEN --------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- „Vitalstoff ist nicht gleich Vitalstoff“ Es ist besonders wichtig, in welcher Zubereitungsart ein Nahrungsergänzungsmittel eingenommen wird. Bei Vitamin C gibt es neben der sauer schmeckenden Ascorbinsäure auch das gepufferte Vitamin C (Calciumascorbat) für den empfindlichen Magen. Bei Vitamin E (Tocopherol) hat das natürliche Vitamin E (d-alpha-Tocopherol) eine höhere biologische Wertigkeit als das synthetische Vitamin E (dl-alpha-Tocopherol). Die richtige „hypo-allergene“ Zusammensetzung (Freiheit von Zusatz- und Konservierungsstoffen) macht erst ein „qualitatives und sicheres“ Nahrungsergänzungsmittel. Leider kann der „Laie“ aus dem Überangebot nicht mehr sicher entscheiden, was gut und was weniger gut ist. Nahrungsergänzungsmittel kommen in der Regel aus hoch technisierten Betrieben, die zur Kostenminimierung jedes erdenkliche Mittel einsetzen. Es werden Tabletten und Dragees ohne Rücksicht auf deren Verträglichkeit, Resorption (Aufnahme aus dem Dünndarm), Verdaubarkeit usw. mit Zusatzstoffen, Antihaftsubstanzen, Farbstoffen, Aromen, usw. produziert. Daher: Achten Sie auf die Qualität, Sie haben auf Dauer mehr davon! Siehe: Hypoallergene Herstellung von Nahrungsergänzungen DDr. Siegfried Schlett pdf >>>> Qualitäts-Check von Nahrungsergänzungsmittel ----------------------------------------------------------------------------------------------------------
Lothar Burgerstein: „Burgersteins Handbuch Nährstoffe – Vorbeugen und heilen durch ausgewogene Ernährung: Alles über Spurenelemente, Viatmine und Mineralstoffe“ HAUG 11. Auflage 2007 "Die Wissenschaft hat festgestellt Erkenntnisgewinn ist der Sinn und Zweck jeder Wissenschaft, so auch der Ernährungsforschung. Seien sie dennoch bei allem, was Sie über Ernährung lesen, zunächst einmal skeptisch - und klingt es noch so gesund. Versuchen sie herauszufinden, woher die neuen Erkenntnisse stammen: Handelt es sich um einen Tier- oder Reagenzglasversuch? Dann ist das Ergebnis oft nur für Forscher interessant. Denn ob es auf Menschen übertragbar ist, vermag in diesem Stadium noch niemand zu sagen. Wenn von Studienergebnissen beim Menschen die Rede ist, sollten sie erfahren, was genau untersucht wurde. So heißt es in den Medien oft, dieses oder jenes schütze vor Infarkt oder Schlaganfall, obwohl in der betreffenden Studie nur Veränderungen von Risikofaktoren (z.B. Cholesterin) oder des Blutdrucks gemessen wurden. Ein verringerter Cholesterinspiegel führt jedoch nicht zwangsläufig zu weniger Infarkten. Entscheidend ist, ob es tatsächlich zu weniger Erkrankungen kam. Interessant ist auch, ob befragt oder gemessen wurde und welche Bevölkerungsgruppe Gegenstand der Untersuchung war. Generell liefern Befragungen weniger handfeste Daten als die Messung von Körperfunktionen oder das Testen einer konkreten Diät. Und: Was für Kranke sinnvoll ist, kann für Gesunde überflüssig oder schädlich sein. Was Senioren oder dicken hilft, muss nicht auf Junge oder dünne passen. Was für Männer richtig ist, kann für Frauen bedeutungslos sein." Aus: Ulrike Gonder (b.1961): „Fett!: Unterhaltsames und Informatives über fette Lügen und mehrfach ungesättigte Versprechungen“ Seite 114.aktualisierte Auflage HIRZEL 2009 (2004) Wie Sie Ihren persönlichen „Vitalstoffbedarf“ ermitteln ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------ Machen Sie den folgenden Test: Dieser ist für eine allgemeine Einschätzung sehr hilfreich. Damit können sie Ihren individuellen Bedarf ermitteln und gezielt entscheiden, ob und welche Vitalstoffe (Antioxidantien) Sie benötigen. Vertrauen Sie sich „orthomolekularmedizinischen“ Labormethoden an: Vitamin-, Mineralstoff- und Spurenelementbestimmung im Vollblut, Serum, Speichel oder Urin, je nach Vorkommen, Messung des „oxidativen“ Stresses und Bedarfsermittlung der Antioxidantien. Diese relativ „neuen“ Labor-Bestimmungen werden meistens von den herkömmlichen Krankenkassen finanziell nicht getragen, jedoch von den meisten Zusatzversicherungen. Die Bestimmung kann besonders bei Risikogruppen (chronisch Kranke, Schwangerschaft, rez. Infekte, Krebskrankheit, unklarer „Leistungsknick“ usw.) wichtig sein. Diese speziellen Untersuchungen finden in eigens dafür ausgestatteten Labors statt. persönlicher Vitalstoffbedarfstest - Check-up pdf >>>>[modifiziert/entnommen aus: Hans Wilhelm Müller Wohlfahrt: „So schützen Sie Ihre Gesundheit – Mehr Lebensqualität mit meinem Sofort-Programm gegen Freie Radikale“ ZABERT SANDMANN 2003] ![]() SANOMIT® Co-Enzym Q 10 flüssig www.mse-pharma.de Co-Enzym Q10 wurde 1957 erstmals von Frederick L. Crane mit seiner Arbeitsgruppe aus den Mitochondrien von Rinder-Herzen isoliert. Die chemische Struktur konnte 1958 von Karl August Folkers (1906-1997) aufgeklärt werden. Für die Erkenntnisse über die Rolle von Co-Enzym Q-10 im Q-Zyklus des Komplex III der Atmungskette erhielt der britische Wissenschaftler Peter Dennis Mitchell (1920-1992) 1978 den Nobelpreis für Chemie. "Co-Enzym Q10 ist ein zentraler Bestandteil der Atmungskette und somit für die Energiegewinnung der menschlichen Zelle lebensnotwendig. Als stark fettlösliche Substanz findet sie sich in allen Membranen: den Zellwänden, der Zellkernummantelung, in hoher Konzentration in der Mitochondrienmembran usw. Im Bereich der Membranen entwickelt Co-Enzym Q10 auch seine antioxidative Schutzfunktion. Die Multifunktionen von Co-Enzym Q10 lauten: Energiebereitstellung - Membranfunktion - Antioxidative Schutzfunktion Da Co-Enzym Q10 in allen menschlichen Zellen, d.h. "ubiquitär", nachzuweisen ist und zum Überleben der Zelle vorhanden sein muss, nannte man es bereits frühzeitig auch Ubichinon. In den letzten Jahren haben Wissenschafter verschiedenste Ursachen und Folgen eines Q10-Mangels herausgefunden. Außerdem wird in der medizinischen Fachliteratur über zahlreiche, erfolgreiche therapeutische Ansätze bei Verabreichung von Co-Enzym Q10 berichtet. Einige Zustände mit erniedrigten Co-Enzym Q10 Spiegeln: 1.) Alterungsprozesse 2.) Stress-Situationen 3.) Krankheiten: - Bestrahlung bei Tumoren - Chemotherapie - Chronische Erkrankungen - Diabetes - Schilddrüsenüberfunktion - Bluthochdruck - Herzmuskelschwäche - Herzkranzgefäßerkrankung - Herzoperationen - Immunschwäche - Hepatitis - Leberzirrhose - Lebertumoren - Krebs - künstliche Ernährung - Lungenerkrankungen - Dialyse - Muskelschwund - Alzheimer Krankheit - Parkinsonsche Krankheit - Multiple Sklerose - Tinnitus - Wundheilung - Fieber" 4.) Medikamente (Cholesterinsenker: Statine; synthetische Hormone: "Pille"; Cortisonpräparate usw.) Quelle/ergänzt: Michael Weber: „Q10 – Die Erfolgsgeschichte eines Vitalstoffes“ BOD 2009 u. „Q10 – Eine Schlüsselsubstanz für ein gesundes Leben“ Gerimed 1998 OM Orthomolekulare Medizin Heilbehandlung mit Nähr- und Vitalstoffen Der Begriff „orthomolekular“ ist griechisch-lateinischer Herkunft und bedeutet soviel wie „richtige Moleküle“. Der amerikanische Doppel- Nobelpreisträger Prof. Dr. Linus Pauling (1901-1994; Nobelpreis für Chemie, 1954, Friedensnobelpreis 1963), der seit vielen Jahrzehnten als Vitaminforscher tätig war, prägte diesen Ausdruck. In einem 1968 veröffentlichten Artikel der Zeitschrift „Science“ definierte er die Orthomolekulare Medizin folgendermaßen:
Anlass für Linus Pauling, sich mit den
Mikronährstoffen und ihrer Anwendung in der Medizin 1975 gründete L. Pauling mit einer Gruppe orthomolekular interessierter Ärzte in San Diego die „California Orthomolecular Medical Society“. Seit 1978 ist in den USA diese sinnvolle, die Schulmedizin ergänzende Methode, als offizielles Heilverfahren anerkannt. Die richtigen Moleküle (Vitalstoffe) in der richtigen Dosierung (Menge), zur richtigen Zeit und richtigen Dauer sind das entscheidende Rezept für eine optimale Gesundheit. Mit diesen Vitalstoffen sind VITAMINE, MINERALSSTOFFE, SPURENELEMENTE, AMINOSÄUREN, FETTSÄUREN, WASSER und bestimmte PFLANZEN-WIRKSTOFFE gemeint, Körpereigene bzw. in der Nahrung enthaltene Stoffe, ohne die die vielen komplexen Stoffwechselvorgänge in unserem Organismus nicht ablaufen könnten. Rund 100 solcher Nährstoffe haben Ernährungswissenschaftler bis heute gefunden. Fehlen dem Körper diese Stoffe ganz oder teilweise, ist auf Dauer kein gesundes Leben möglich. Daher ist eine richtige, sinnvolle Ernährung eine wesentliche Voraussetzung für ein gesundes und schaffensreiches Leben. Menschen haben unterschiedliche Vitalstoffbedürfnisse! Prof. Roger L. Williams (1893-1988, USA), der Entdecker zweier B-Vitamine (Folsäure, Pantothensäure), entwickelte das Konzept der „biochemischen Individualität“, ein fundamentales Prinzip der orthomolekularen Medizin.
Jeder Mensch hat seinen eigenen, einzigartigen Nährstoffbedarf! Auf Grund unserer individuellen genetischen Voraussetzungen funktioniert die Biochemie des Körpers bei jedem von uns ein wenig anders. Der Nährstoffbedarf unserer Zellen ist individuell verschieden! Was für den einen ausreicht, kann für den anderen bereits zu wenig sein. Biochemische Individualität erklärt auch, weshalb verschiedene Menschen auf Ernährungsfaktoren unterschiedlich reagieren. Bei manchen Menschen löst daher der Verzehr großer Mengen Salz Bluthochdruck aus, während er bei anderen keine Auswirkungen zeigt. Zuviel Industrie-Zucker und "Fett" (trans-FS, Omega-6:Omega-3 FS Missverhältnis (25) 16:1) führt bei vielen Menschen zu Alters-Diabetes (Zuckerkrankheit), jedoch nicht bei allen. Manche Menschen sind aufgrund ihrer genetischen Voraussetzungen deutlich anfälliger auf Bluthochdruck, Diabetes oder erhöhte Blutfettwerte. Neben diesen genetischen Unterschieden haben natürlich viele andere Faktoren – wie Alter, Umwelt und persönliche Lebensweise - einen tief greifenden Einfluss auf unseren täglichen Nährstoff- und Vitalstoffbedarf. Faktoren, die dazu führen, dass der Nährstoff- und Vitalstoffbedarf von Mensch zu Mensch variiert: • Aktivität und sportliche Betätigung • Alkoholkonsum • Rauchen • Physiologischer Alterungsprozess • Berufliches und psychosoziales Umfeld • Ernährungsfaktoren – wie Kohlenhydrat- u. Fettverzehr (gehärtete-/trans- FS, zuviel Omega-6), Kaffee- und Teekonsum • Genetische Unterschiede – Biochemische Individualität nach Williams • Geschlecht - Unterschiede im Nährstoffbedarf zwischen Frau und Mann • Kontakt mit Umweltgiften (Beruf, Freizeit, Standortbedingungen im Eigenheim usw.) • Persönlicher Lebensstil • Krankheit und/oder Operation • Psychischer und emotionaler Stress • Regelmäßige Einnahme von Medikamenten (Diuretika, Pille, usw.) oder Drogen • Schwangerschaft und Stillen • Wachstum während Kindheit und Jugend • Geänderte Essgewohnheiten: Fertiggerichte, Fast Food oder Kantinen- und Krankenhausessen enthalten nur einen Teil der Vitalstoffe, die wir brauchen. • Ausgelaugte, mineralstoffarme Böden und Einsatz von Düngemitteln führen zu vitalstoffarmen Nahrungsprodukten • Lagerung, Transport, Verarbeitung und Warmhalten von Lebensmitteln verringern den Vitalstoffgehalt enorm "Fast Food und Convenience Food [Fertiggerichte] ist nach der aktuellen ernährungswissenschaftlichen Logik kaum ein Vorwurf zu machen. Es ist weder bewiesen, dass sie zuwenig Nährstoffe und Vitamine besitzen, noch machen sie dick und krank. Unter dem Aspekt der Hygiene bieten große Ketten sogar mehr Sicherheit. Wenn Sie aber trotzdem nach dem Verzehr solcher Speisen ein pampiges Gefühl im Bauch haben und irgendwie satt, aber unzufrieden sind, dann kann man annehmen, dass die Speisen nicht zu Ihrem Verdauungsapparat passen. Sie enthalten zwar alle Nährstoffe, aber die Zubereitung ist eine andere als die, die wir uns in den letzten 100.000 Jahren direkt auf die Bedürfnisse unseres Verdauungsapparates maßgeschneidert haben. Wenn Sie die Gabel nach einem Essen jedoch mit einem Lächeln aus der Hand legen, das Restaurant mit einem warmen, angenehmen Bauchgefühl verlassen und nach 30 Minuten fit und ohne Beschwerden ans Werk gehen können, dann wurde richtig gekocht. Haben wir eine Wahl? Leider nicht wirklich, solange Sie nicht selbst alles frisch zu Hause kochen. Convenienceprodukte müssen nämlich nicht auf der Speisekarte deklariert werden, obwohl wir im Restaurant schon gerne wüssten, aus welcher Fabrik das Essen auf dem Teller stammt." Aus: Gunter Frank: „Lizenz zum Essen: Warum Ihr Gewicht mehr mit Stress zu tun hat als mit dem, was Sie essen“ Ernährung und Verdauung. 25 Moderne Herstellungstechnik. Der Fast-Food-Effekt - oder warum wir wieder richtig kochen sollten. Seite 251f. PIPER 2.Auflage 2008 www.lizenz-zum-essen.de/
"Der jüngste Versuch, Vitamintherapien zu diskreditieren: Ist das kriminell?" von Dr.med. Matthias Rath pdf >>>> www4ger.dr-rath-foundation.org/DIE_FOUNDATION/2008_05_may_14_cochrane.html?do=print Das Konzept der orthomolekularen Medizin beruht auf der Erkenntnis, dass kein Lebewesen in einer perfekten, optimalen Umwelt lebt. "Wenn Pflegekräfte 98-jährigen Damen fettarmen Diätjoghurt in den Kühlschrank stellen, wenn Mütter ihren Kindern Magermilch anbieten, wenn Hausfrauen und -männer im Glauben, ihren Lieben etwas Gutes zu tun, statt richtiger Sahne trans-Fettsäurehaltige Imitate verwenden und wenn Fleischfabriken aus vorgeblich gesundheitlichen Gründen - billiges und für viele unverträgliches - Weizeneiweiß unters Hackfleisch mischen, wenn die Krankenhauskost fast fettfrei serviert, dafür das Salatdressing "ohne Öl" mit Fruktosesirup genießbar gemacht wird, wenn Unmengen nährstoffarmen Graubrots, Reis und Nudeln zur Sättigung und fettarmer, Zuckergesüßter, aroma- und farbstoffangereicherter "Früchte-"Joghurt zum Dessert angeboten werden - dann ist eine Menge faul im System... Fettsäuren, auch die gesättigten, sind nützlich, nahrhaft und in unzählige Körperfunktionen eingebunden. Sie schalten Gene ein und aus, manche wirken antibakteriell, andere stabilisieren Proteine und Membranen, wieder andere dienen als Ausgangsstoff für wichtige Regulatoren im Stoffwechsel. Kalt gepresste öle und Nüsse liefern Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe, auch marmoriertes Fleisch und Käse sind reich an Nährstoffen, ob Kalzium, Eisen oder B-Vitamine. Warum werden sie immer nur negativ im Zusammenhang mit Cholesterin und Herzinfarkt erwähnt? Die Fett-Phobie der letzten Jahrzehnte hat vielen den Blick verstellt. Man hat den Eindruck, alle suchen nur nach negativen Effekten. Immerhin ist Fett ein essenzieller Nährstoff, ohne ihn könnten wir nicht leben..." Aus: Nicolai Worm, Ulrike Gonder: „Mehr Fett! - Warum wir mehr Fett brauchen, um gesund und schlank zu sein – Liebeserklärung an einen zu unrecht verteufelten Nährstoff“ Epilog Seite 211, 103f. SYSTEMED 2. Auflage 2010. "Die trans-ungesättigten Industriefette (diese entstehen vor allem bei der industriellen Teilhärtung, wenn flüssige Öle zur Produktion von Streich-, Back- und Kochfetten verfestigt werden... bei anhaltender starker Erhitzung [über den Rauchpunkt!] von Ölen) sind die wirklich üblen Burschen: Sie erhöhen das LDL-Cholesterin, senken das HDL-Cholesterin, fördern Entzündungen und stören die Funktion der Blutgefäßwände. Sie reichern sich im Gewebe an, gehen in die Muttermilch über, behindern die Verwertung essentieller Fettsäuren und fördern die Insulinresistenz. In epidemiologischen Studien stieg das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen bereits, wenn nur 2-4% der täglichen Kalorien auf trans-Fette entfielen [1.] Wer viel Frittiertes, Gebäck und Fertiggerichte isst, überschreitet diese Menge um ein Vielfaches. Wenn es also "böse" Fette gibt, dann sind es diese trans-Fettsäuren... Noch immer müssen trans-Fette aus der industriellen Fettverarbeitung, die einzigen Fette, die durchgängig ungünstige Wirkungen haben, in Deutschland [auch AUT] nicht deklariert werden... Das die trans-Fettsäuregehalte für Verbraucher nicht erkennbar sind, ist kaum fassbar! Wer sich fette Milchprodukte wegen der gesättigten Fettsäuren verkneift, sollt doch wissen, dass die wirklich üblen fette in Müsliriegeln, Pflanzencremes [auch Margarine], Fastfood und Gebäck lauern... bis Mitte der 1990er-Jahre, enthielten die einhellig als "gesund" angepriesenen Margarinen 50 und manchmal mehr Prozent trans- Fettsäuren!... Wie viele Menschen durch die Margarineempfehlungen all der "Experten" erst zum Herzinfarkt getrieben wurden, darüber lässt sich nur spekulieren [2]..." Aus: Nicolai Worm, Ulrike Gonder: „Mehr Fett! - Warum wir mehr Fett brauchen, um gesund und schlank zu sein – Liebeserklärung an einen zu unrecht verteufelten Nährstoff“ Kapitel: Mehr Fett für Herz und Kreislauf Unterkapitel: Worin man sich einig ist - Risiko Industriefette - Wann kommt die Deklarationspflicht? Kapitel: Gewichtige Seilschaften Unterkapitel: Erfolgreiche Lobbyarbeit - Die Zweite Generation - Kritik wird ignoriert. Seite 94, 103f. SYSTEMED 2. Auflage 2010. [1] Dariush Mozaffarian, A. Aro, Walter C. Willett: "Health effects of trans-fatty acids: experimental and observational evidence" European Journal of Clinical Nutrition 2009 May;63 Suppl 2:S5-21 [2] A. Ascherio, W. C. Willett: "Health effects of trans fatty acids" American Journal of Clinical Nutrition 1997 Oct;66(4 Suppl):1006S-1010S [3] Uffe Ravnskov: "The questionable role of saturated and polyunsaturated fatty acids in cardiovascular disease" Journal of Clinical Epidemiology 1998;51:443-460. "Der erste, der die Daten zum Thema Fett und Koronare Herzkrankheiten systematisch aufbereitete, war 1998 der schwedische Arzt Uffe Ravnskov [b.1934][3]. Er fand weder ein Risiko bei den "bösen" [gesättigten tierischen Fetten] noch einen Beleg für präventive oder therapeutische Effekte der "guten" [mehrfach ungesättigten pflanzlichen] Fette - und wurde dafür als "unwissenschaftlicher" Querulant abgetan. Im Jahr 2005 folgte die Meta-Analyse von Marco Studer mit seiner Arbeitsgruppe aus der Universität Basel [4]. Auch sie fand keinen Schutzeffekt durch "gesunde" [mehrfach ungesättigten pflanzlichen] Fette, weder auf die Gesamtsterblichkeit noch auf die Sterblichkeit durch Koronare Herzkrankheit. Weder die Mitglieder der Fachgesellschaften noch die Ernährungsberater oder die Bürger wurden über die berechtigten Zweifel an der weit verbreiteten Fettlehre aufgeklärt." [idem N. Worm S.104] Uffe Ravnskov (b.1934, MD,PhD, unabhängiger dänischer Forscher): “The Cholesterol Myths - Exposing the Fallacy that saturated Fat and Cholesterol cause Heart Disease“ New Trends Publishing 2000; “Mythos Cholesterin – Die zehn größten Irrtümer” herausgegeben von Udo Pollmer (1954), HIRZEL 3.Auflage 2005 (2002) [4] Marco Studer et al: "Effect of Different Antilipidemic Agents and Diets on MortalityA Systematic Review" Archives of Internal Medicine 2005;165(7):725-730 "Suche nach dem Schurken im Drama Herztod - Dem Herzen zuliebe weniger Butter", denn "Butter macht Herzinfarkt" -- mit solchen Slogans schockten Ärzte und die Margarine-Industrie Deutschlands Verbraucher. "Alles Schwindel", behaupten jetzt andere Wissenschaftler. Margarine schütze nicht vor dem Herztod, sie fördere womöglich sogar die Krebsentstehung" DER SPIEGEL 17/23.4.1979 www.spiegel.de/spiegel/print/d-40352011.html "Halb so schlimm - Cholesterin, zwei Jahrzehnte lang als Schurke im Drama Herzinfarkt ausgegeben, wird rehabilitiert - für Ärzte, Pharma-Industrie und Margarinefabriken ein harter Schlag" DER SPIEGEL 46/10.11.1980 www.spiegel.de/spiegel/print/d-14327458.html "Margarinehersteller suchen Imagekorrektur - Wissensstand um Vorteile pflanzlicher Fette gering" (pte024/30.03.2009/13:58) www.pressetext.com/news/20090330024 [In eckigen Klammern] = meine persönlichen Ergänzungen
"Wir verdanken diese Schieflage auch der beispiellosen Hatz auf tierische Fette und gesättigte Fettsäuren in den vergangenen 40 Jahren. Schmalz, Speck, Butter und Sahne sind seither mega-out, der Konsum von pflanzlichen Ölen boomt seit Jahrzehnten. Natürlich gibt nun keiner der Verantwortlichen zu, dass man sich geirrt hat oder aus wirtschaftlichen Überlegungen Empfehlungen ausgesprochen hat, deren Befolgung der Gesundheit vielleicht mehr schadet, als wenn weiterhin mit Schmalz gekocht und mit Butter gebacken würde. Stattdessen sind wieder einmal die Verbraucher Schuld, die aufs falsche Öl gesetzt haben. Jetzt heißt es Olive und Raps statt Sonnenblume und Mais - und Fisch statt Fleisch. So muss man seine falschen Empfehlungen nicht revidieren und kann die Konsumenten mit "neuen Erkenntnissen" bei der Stange halten." [U.Gonder] "Ausgangspunkt für eine gesunde Ernährung kann niemals Verzicht und schlechtes Gewissen sein, sondern nur Zufriedenheit und Lebensfreude. Übrigens ebenfalls keine ganz neue Erkenntnis: "Gesundheit ist weniger ein Zustand als eine Haltung, und sie gedeiht mit der Freude am Leben." Thomas von Aquin (1225-1274) ... Wenn Sie es schaffen, die lebensfeindlichen Diätratschläge der Ernährungsexperten in Funk und Fernsehen geflissentlich zu überhören, und anfangen sich von bewusster, vermeintlich gesunder Ernährung zu lösen, dann werden sie feststellen: ► dass Ihre Beschwerden zurückgehen ► dass Sie sich wohler fühlen ► und dass Sie, wenn Sie bislang mollig waren, vielleicht sogar ein paar Pfunde abnehmen! Zwar nicht bis hin zu einer Modelfigur, aber eine Kleidergröße weniger ist dauerhaft möglich. ... Mit Diäten und kalorienreduziertem Essen lässt sich allenfalls eine kurzfristige Gewichtsabnahme erreichen. Die Langzeitergebnisse von Diäten sind ernüchternd, das gilt ganz besonders für Diätmaßnahmen bei Kindern und Jugendlichen. Offensichtlich besitzt unser Körper die Fähigkeit, sein eigenes Normalgewicht zu messen und zu verteidigen; dies gilt sogar nach einer chirurgischen Fettabsaugung. Der einzige Dauereffekt von Diäten sind ständige Gewichtsschwankungen und eine massive Beeinträchtigung der Lebensqualität. ... Wer mit Diäten und Esskontrolle abnehmen will, kämpft gegen zwei übermächtige Gegner, sein Unbewusstes und seinen Stoffwechsel. Schon kleine Belastungen, wie Ärger zu Hause, Stress am Arbeitsplatz oder Schlafmangel, werden alle Diätabsichten sabotieren. Diäten sind Hungerphasen und somit eine der schlimmsten Gefahren für unseren Körper. Aber unser Unbewusstes ist lernfähig und schützt die Diäterfahrenen durch zusätzliche Fettpolster vor zukünftigen Diäten. Diese zusätzlichen Fettpolster kann man wieder verlieren, wenn das Unbewusste dem Verstand wieder trauen kann. ... "Zu selten wird zur Kenntnis genommen, dass stark Übergewichtige es wegen ihrer genetischen Veranlagung [1] zum Teil kaum schaffen können, langfristig wesentlich dünner zu werden." [S.37] Prof. Dr. Johannes Hebebrandt [1a] Klinik für Psychiatrie, Psychosomatik & Psychotherapie des Kindes- und Jugendalters Universität Duisburg-Essen Das einzige Fettgewebe, das wirklich etwas mit unserem Gesundheitszustand zu tun hat, ist das Bauchfett [viszerales Fett]. Äußerlich erkennt man Bauchfett am Verschwinden der Taille ("Apfelform"). Ursachen dafür sind weder "falsche" Ernährung noch zu wenig Bewegung. Die wahren Gründe sind lang dauernde Sorgen, Nöte und Ängste [negativer Dauerstress]. Wahrscheinlich regieren dabei Menschen unterschiedlich auf Stress, wobei schlanke Menschen durch Dauerstress schneller ausgezehrt werden, während mollige weiter Fettpolster zulegen können. Ein starker Stressfaktor ist aufgezwungenes kontrolliertes Essen (Restraint Eating; Vermeidungsziel: Esskontrolle mit dem Ziel abzunehmen [2]). Wenn man also molligen bis fettleibigen Menschen einredet, dass sie eine Last für die Gesellschaft seien, und sie zu einem Essverhalten drängt, das kaum Genuss zulässt, aber ständig ein schlechtes Gewissen verursacht, wenn man mollige Menschen dazu nötigt, ihren eigenen Körper zu bekämpfen, und so ihren Selbstrespekt untergräbt, und wenn sich an dieser kollektiven Diskriminierung alle beteiligen, Medien, Ärzte, Schulen, Politik, dann braucht man sich nicht zu wundern, wenn die molligen Menschen zunehmen. Aufklärungskampagnen, Ernährungsberatungen, Erziehungsprogramme sind keine Hilfe, sondern die Ursache für unnötige zusätzliche Fettpolster bei molligen Menschen. Schaffen es mollige Menschen, sich von diesen Zwängen zu befreien, dann erlebe ich oft, dass das Gewicht meiner Patienten nach einiger Zeit zu sinken beginnt." "Nicht das Bauchfett ist das Problem, sondern der Dauerstress. Und deshalb sollten sich alle Anstrengungen auf den Abbau von Dauerstressursachen richten. Menschen mit viel Bauchfett brauchen keine Operation [Fettabsaugung] und erst recht keine Ernährungsberatung. Sie brauchen eine ehrliche Perspektive, wie sie Arbeitslosigkeit, Mobbing, finanzielle Sorgen, Überlastung durch Doppelbelastung mit Familie und Beruf, Einsamkeit und Verzweiflung zum Besseren wenden können. Kurz, sie brauchen echte Hoffnung. Ein erster Erfolg versprechender Ansatz wäre die Abschaffung des BMI sowie die Abschaffung der Ernährungsberatung für gesunde Menschen und eine Wertschätzung molliger Menschen als gleichwertige Mitmenschen." [S.79f] "Kalorienverbrennung durch Bewegung hat nichts mit Gewichtsregulation zu tun. Ein gesunder Körper gleicht den Energieverlust umgehend durch Appetitanregung wieder aus. Ob und wie Sport positiv wirkt, hat viel mit Veranlagung zu tun. Wenn Sport als Stress empfunden wird und sich die Abnehmwilligen damit quälen, erreicht man gar nichts. Wenn sportliche Aktivitäten zu Wohl- befinden und Lebensfreude beitragen, wird Stress abgebaut, und das senkt Cortisol-, Blutzucker- und Insulinspiegel, sorgt für einen entspannten Puls und Blutdruck. Dann, aber nur dann, können Sie auch damit rechnen, dass Bauchfett (und vielleicht sogar etwas Unterhautfettgewebe) abgebaut wird." "Weil sich das Märchen von der Gleichung "Kalorienaufnahme minus Kalorienverbrennung = Gewichtsveränderung" hartnäckig hält - selbst in Wissenschaft und Lehre -, meinen viele Menschen immer noch, man müsste einfach nur die Kalorienverbrennung anheizen, und schon würden die Pfunde purzeln. Nach dieser Logik wird in jedem Abspeckprogramm stets auch zu mehr Bewegung bzw. Sport aufgerufen. ... Unser Körper versucht ja, seine Fettpolster zu schützen, daher reagiert ein gesunder Organismus auf Energieverlust vor allem mit - Appetitsteigerung. "Ein Beispiel für einen kompensierenden Mechanismus ist die Beobachtung, dass Kinder, die sich im Rahmen von Interventionen in der Schule mehr bewegen [Schulsport], ihre Aktivität in der Freizeit einschränken."[3] Unser Körper hat eine genaue Vorstellung davon, was er braucht, und er setzt daher alles daran, seinen Energiehaushalt entsprechend im Gleichgewicht zu halten. ... Nicht der Kalorienverbrauch entscheidet, ob sich Bewegung und Sport für den Einzelnen positiv auswirken, sondern die Wirkung auf Stress." [S.81, 83] Aus: Gunter Frank: „Lizenz zum Essen: Warum Ihr Gewicht mehr mit Stress zu tun hat als mit dem, was Sie essen“ Warum dieses Buch? Seite 15f, Körperbau und Gewicht: 2 Vererbung. Warum unser Körperbau herzlich wenig mit dem Lebensstil, aber sehr viel mit den Genen zu tun hat. Seite 37; 4 Diäten. Warum sich die allermeisten Menschen jahrelang erfolglos mit Diäten quälen. S. 54; 5 Jo-Jo-Effekt. Warum man sein Gewicht nach jeder Diät schneller zurückhat und es dabei immer weiter anwächst. S.66; 6 Stress. Warum man abnehmen kann, wenn man sich wegen seines Gewichts keinen Stress mehr macht. S. 80, 7 Bewegung und Sport. Warum manche Leute durch Sport abnehmen und andere nicht. S. 87f. PIPER 2.Auflage 2008 Kalorienverwertung >>>> [1] + [1a] MC4R-Genvarianten: Mutationen des MC4R-Gens. Etwa zwei Prozent der Menschen mit extremem Übergewicht zeigen solche Mutationen. Das MC4R-Gen liefert den Bauplan für den Melanocortin-4 Rezeptor (MC4R). Dieser Rezeptor kommt vor allem im Hypothalamus vor, einer Struktur des Gehirns. Er beeinflusst den Energiehaushalt des Organismus und reguliert das Körpergewicht. Die Forscher wissen ziemlich genau, wie viele zusätzliche Kilogramm auf das Konto der Veränderungen des MC4R-Gens gehen: Ein 1,80 Meter großer Mann mit Mutation wiegt durchschnittlich 13 kg mehr als andere Männer; eine 1,70 Meter große Frau sogar 27 kg mehr als andere Frauen. Die betroffenen Menschen neigen zu Übergewicht, weil sie mehr Hunger haben und möglicherweise gleichzeitig weniger Kalorien verbrennen als andere. Molekularbiologisch lässt sich das folgendermaßen erklären: Wird der MC4 Rezeptor aktiviert, so sinkt der Appetit; gleichzeitig steigen Aktivität und Energieverbrauch. Durch die Mutationen des MC4R-Gens bildet der Körper zu wenige, falsch zusammengesetzte oder gar keine Rezeptoren. Die Rezeptoren können dadurch nicht oder nicht vollständig aktiviert werden. Die Folge: Der Appetit steigt, und man verbraucht weniger Energie. Aber es gibt nicht nur MC4R-Genvarianten, die dick machen: Die Wissenschaftler haben jetzt im gleichen Gen die Bedeutung der Mutation I103 geklärt. Sie hilft, dünn zu bleiben. Personen mit dieser Mutation wiegen bei einer Größe von 1,80 Meter durchschnittlich 1,6 kg weniger als ihre Mitmenschen. Ihr Risiko, übergewichtig zu werden, ist um 30 bis 40 Prozent reduziert. Hebebrand geht davon aus, dass I103 im Gegensatz zu den übrigen MC4R-Genmutationen die Aktivität der Rezeptoren erhöht." Aus: J. Hebebrandt: "Gene: Die wahren Dickmacher" In: Gesundheitsforschung BMBF 15.2.2007. www.gesundheitsforschung-bmbf.de/de/777.php [2] Das Terrain der Selbstbestimmung erobern >>>> Aus: Maja Storch: „Mein Ich-Gewicht: Wie das Unbewusste hilft, das richtige Gewicht zu finden“ 7. Kapitel: Von Kathedralen und Schwarzwälder Kirschtorten: Ab sofort wird alles anders. Das Terrain der Selbstbestimmung erobern. Seite 180-182. GOLDMANN 4.Auflage 2009 (2007) [3] Manfred J. Müller, Thomas Reinehr, Johannes Hebebrand, J. (2006). Prävention und Therapie von Übergewicht im Kindes- und Jugendalter. Deutsches Ärzteblatt, Jg. 103, 6, 292-297. www.aerzteblatt.de/pdf/103/6/a334.pdf Kurz und knapp - Fettaufbau und essentielle Fettsäuren ► Fette (=Triglyceride) bestehen aus Glycerin und Fettsäuren ► Fettsäuren können gesättigt oder ungesättigt sein ► Gesättigte Fettsäuren sind nicht per se gesundheitsschädlich, der Körper braucht sie und stellt sie selbst her. ► Ungesättigte Fettsäuren können in geknickter cis- oder gerader trans-Form vorliegen. Die cis-Form ist für den Körper meist günstiger. ► Die mehrfach ungesättigten Fettsäuren Linolsäure und alpha-Linolensäure sind essentiell. Sie werden in Membranen eingebaut oder zu hoch ungesättigten Fettsäuren umgebaut, aus denen der Körper eine Fülle an Signalstoffen (Eicos) herstellen kann. ► Ungesättigte Fettsäuren aus der Omega-6- und der Omega-3-Famile sollten in einem Verhältnis von etwa 5:1 bis 1:1 in der Nahrung vorliegen. Das tatsächliche Verhältnis ist deutlich höher (zu viel Omega-6-FS) und wird für eine Reihe von Stoffwechselstörungen mit verantwortlich gemacht ► Um das Verhältnis zu verbessern, könnte weniger Linolsäure (z.B. Sonnenblumenöl) und dafür mehr alpha-Linolensäure (z.B. Raps-, Lein- und Walnussöl) sowie mehr EPA und DHA (fette Fische, Wild, Fleisch von Weidetieren, Eier von Freilandhühnern) gegessen werden. Bei einer seit Jahrzehnten derart geschmähten Substanz wie dem Fett mag es für viele seltsam klingen, dass es dennoch lebensnotwendig ist. Weder kommen wir gänzlich ohne Fett in der Nahrung aus, noch kann unser Körper ohne einen gewissen Fettanteil dauerhaft existieren." Aus: Ulrike Gonder: „Fett!: Unterhaltsames und Informatives über fette Lügen und mehrfach ungesättigte Versprechungen“ 4 Fette - Identitäten. Seite 91. 5 Fette - Gesundheit. Seite 93 HIRZEL 4.aktualisierte Auflage 2009 (2004) „Die einzige Methode, gesund zu bleiben, besteht darin, zu essen, was man nicht mag, zu trinken, was man verabscheut, und zu tun, was man lieber nicht täte.“ Mark Twain Samuel Langhorne Clemens [1835 - 1910] US-amerikanischer Schriftsteller Kurz und knapp - Fett und Herzinfarkt ► Die Fetthypothese muss endlich sterben: Fett, tierische Fette und Cholesterin sind keine Auslöser von Arteriosklerose oder Herzinfarkt. ► Neuere Studien bringen Kohlenhydrate mit einer hohen glykämischen Last (GL) und Störungen im Kohlenhydratstoffwechsel mit dem gehäuften Auftreten von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Verbindung. ► Überernährung und ein Zuviel an Kohlenhydraten kann zu dauerhaft erhöhten Fettspiegeln im Blut führen, außerdem zu hohen Insulin- und Zuckerwerten sowie kleinen, dichten LDL. ► Um "wünschenswerte" Cholesterin- und Triglyceridwerte zu erreichen, eignen sich Mahlzeiten mit mehr Fett und Eiweiß, aber weniger Kohlenhydraten als bisher empfohlen. In den meisten diesbezüglichen Studien stammte der Löwenanteil der Fette aus einfach ungesättigten Fettsäuren. Als günstig gilt außerdem ein Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren unter 5
► Problematische Fette
(z.B. trans-Fettsäuren) und Cholesterine (Oxycholesterine) entstehen
in großer Menge und unbekannter
Zusammensetzung bei der industriellen Teilhärtung von pflanzlichen Ölen (Spezialfette für Bäckerei und Industrie) sowie bei Trocknungsprozessen (z.B. in Ei- und Milchpulver für Gebäck und Fertigprodukte). ► Stress, Angst, Übergewicht, Diabetes, Rauchen, Bewegungsmangel und Entzündungen erhöhen das Infarktrisiko, nicht der Fettverzehr. Aus: Ulrike Gonder: „Fett!: Unterhaltsames und Informatives über fette Lügen und mehrfach ungesättigte Versprechungen“ 6 Fette - Krankheiten. Fett, Cholesterin und Herzinfarkt - die Kaninchenjagd. Seite 132 HIRZEL 4.aktualisierte Auflage 2009 (2004) Es ist also kein Wunder, dass die Ernährungsbedingte Gesundheit so vieler Menschen in Gefahr ist! Wenn wir 65 Jahre alt sind, haben wir etwa 50 Tonnen Nahrungsmittel und Getränke zu uns genommen, verdaut und verstoffwechselt. Lebenslange schlechte Eßgewohnheiten haben großen Einfluss auf Gesundheit und Alterungsprozess. Neuere Empfehlungen haben anscheinend die „Zauberformel für mehr Gesundheit“ entdeckt: 5 - 8 Portionen Obst, Salat oder Gemüse, über den Tag verteilt. Diese Forderung gilt für gesunde Erwachsene und nicht für Personenkreise, die aufgrund ihrer besonderen Situation ihres Körpers einen erhöhten Bedarf haben - wie Schwangere, Kinder, ältere Menschen und chronisch Kranke. Aber auch dies erscheint vielen Menschen nicht umsetzbar. Wir schaffen im Mittel allenfalls 2-3 Portionen "Rohkost" täglich und etwa ein Fünftel der Bevölkerung nur eine Portion in der Woche! Dabei entspricht diese "Zauberformel" etwa der "mediterranen Kost" (Kost im Mittelmeer Raum?) mit hohem Verzehr von viel Antioxidantien-haltigen Gemüse und Obst und zusätzlich vorwiegend Fett (einfach ungesättigte FS) in Form von kalt gepressten Olivenöl und Rapsöl. Achte auf die individuelle Verträglichkeit von Roh- und Vollwertkost, und sei bei "zuviel" Obst vorsichtig, wegen der Möglichkeit einer Fruktoseintoleranz/-malabsorption. Ihre Verdauung entscheidet, was in ihrer Alltagssituation für sie bekömmlich und gesund oder nicht bekömmlich und ungesund ist. "Obst und Gemüse sind nicht grundsätzlich die gesünderen Lebensmittel. Aufgrund der übermäßigen Verwendung von billig herzustellendem Fruchtzucker in Lebensmitteln kann unsere Verdauung Fruktose oft nicht mehr richtig verarbeiten, sodass es auch nach Obstgenuss zu Blähungen und Durchfall kommt. Für diese Menschen ist die aktuelle Empfehlung, 5x am Tag Obst und Gemüse zu essen, alles andere als hilfreich - abgesehen davon gibt es keinen wissenschaftlichen Nachweis dafür, dass diese Empfehlung überhaupt einen gesundheitlichen Nutzen beinhaltet. Zusammen mit schwer verdaulichen Kohlenhydraten aus vollwertiger Ernährung kann Fruchtzucker [1] im Dünndarm zu massiven Gärungsprozessen führen, die die Abwehrleistung des Darms schwächen und zu komplexen Immunreaktionen führen. Als Folge davon entstehen zahlreiche Nahrungsunverträglichkeiten bis hin zu allgemeinen Symptomen wie Müdigkeit, Kopf- und Gelenksschmerzen. Besserung bringen meiner Meinung nach weder teure Diagnoseverfahren noch detaillierte Weglassdiäten, sondern allein eine konsequent darmschonende Ernährungsweise, die es dem Dünndarm ermöglicht, seine Schleimhautverhältnisse wieder in Ordnung zu bringen. Danach werden viele vorher problematische Nahrungsmittel auch wieder gut vertragen." Fruktosemalabsorption[2] pdf >>>> Aus: Gunter Frank: „Lizenz zum Essen: Warum Ihr Gewicht mehr mit Stress zu tun hat als mit dem, was Sie essen“ Ernährung und Verdauung. 22 Nahrungsmittelunverträglichkeiten und Nahrungsmittelallergien. Warum die Kubakrise daran schuld ist, dass viele Menschen 5x täglich Obst und Gemüse nicht vertragen. Seite 222f. PIPER 2.Auflage 2008 [1] Fructose = Fruchtzucker, HFCS: High Fructose Corn Syrup = Fructose (Mais) Sirup in Softdrinks (bes. USA) [2] Maximilian Ledochoski, H. Bair, V. Gufler: "Fruktosemalabsorption" Nutrition Vol. 29., Nr.4. 2005 www.lizenz-zum-essen.de/ Eine "vernünftige Ernährung" und "sinnvolle" Substitution mit Vitalstoffen (hypo-allergene Nahrungsergänzung) kann uns möglicherweise helfen, gegen Krankheiten vorzubeugen und die negativen Auswirkungen einer Fehlernährung bis zu einem gewissen Grad auszugleichen, um ein langes und gesundes Leben führen zu können.
Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass
bei Zivilisations- und Stoffwechselkrankheiten Erstens basieren sie auf überholten Referenzwerten und der falschen Annahme, dass "normale" Serumkonzentration mit einer ausreichenden Vitaminversorgung gleichzusetzen ist. Zweitens werden der individuelle Bedarf und die Bedarfsdeckung völlig außer Acht gelassen und drittens berücksichtigen sie nicht den aktuellen Wissensstand. Eine internationale Expertengruppe publizierte 2001 in der Zeitschrift "Mutation Research" den aktuellen Wissensstand über Mikronährstoffe. Ihre Aussagen basierten auf Placebo kontrollierten Studien bei Gesunden - wohlgemerkt gesunden Personen! Sie ermittelten die Schwellendosis an Mikronährstoffen pro Tag, bei deren Unterschreitung verstärkt Schäden im Erbmaterial auftraten. Zusammengefasst folgerten sie: 1.) Die derzeitigen Zufuhrempfehlungen für Vitamine, Spurenelemente und Mineralien werden nach wie vor traditionell von den Tageseinnahmen abgeleitet, die eine sichtbare Mangelkrankheit verhindern. Dieser Standpunkt sei wissenschaftlich nicht mehr haltbar, das wesentlich höhere Mengen für die Genomstabilität erforderlich sind. 2.) Es gibt ca. 40 Mikronährstoffe, die der Mensch unbedingt benötigt. 3.) Über kombinierte Defizite an Mikronährstoffen und ihre klinischen Auswirkungen gibt es keine wissenschaftlichen Untersuchungen, obwohl diese in der Praxis alltäglich sind. 4.) Wenig ist bekannt über Mikronährstoff-Bedarf und Genomstabilität der Mitochondrien Wir sind noch weit vom Verstehen des biologischen Lebens entfernt. Reduktionistisches Denken hemmt den Erkenntnisprozess. Jugendliche ernähren sich heute anders. Ältere und kranke Menschen essen wenig und nehmen Medikamente ein, die wiederum Mikronährstoffe verbrauchen." Aus: Bodo Kuklinski (b.1944, FA innere Medizin, Umwelt- und Nährstoffmedizin): „Das HWS-Trauma. Ursache, Diagnose und Therapie“ Seite 175/176, AURUM 3.Auflage 2008 (2006) In den letzten 30 Jahren hat sich das Lebensmittelangebot explosiv vergrößert. Immer mehr industriell gefertigte, Natur entfremdete Nahrung wird auf dem Lebensmittelmarkt angeboten. Um die Nahrung auch für lange Transportwege haltbar zu machen und um sie dem Konsumenten möglichst attraktiv und verführerisch anbieten zu können, wird eine Vielzahl an Lebensmittelzusatzstoffen, wie Konservierungsmittel, Aromastoffen, Farbstoffen, Emulgatoren, Stabilisatoren, Verdickungsmittel, Pökelsalze usw., verwendet.
In Massentierhaltung verwendete Hormone
und Antibiotika, der Intensivlandbau, neue Lebensmitteltechnologien, Neben dieser sehr bedauerlichen Tatsache, dass unsere Lebensmittel von den für uns belastbaren Substanzen zu viel, und von den von uns benötigten Nähr- und Vitalstoffen zu wenig enthalten, ist unsere Nährstoffversorgung auch noch durch andere Umstände - wie psychische-, physische Belastungen, Stress, Mangelbewegung, "Fettmast" mit gehärteten/trans-FS usw. - gefährdet. All diese „Tatsachen“ beeinflussen neben anderen schädlichen Wirkungen den Nähr- und Vitalstoffhaushalt des Organismus und führen zu Mangelsituationen bei Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen usw. Orthomolekularmediziner gehen davon aus, dass die Ursachen vieler Krankheiten in Vitalstoffmängeln oder Vitalstoffungleichgewichten zu suchen sind. Diese Gegebenheit hat die Forschung wachgerüttelt und zur Entstehung einer „Nähr- und Vitalstoffwissenschaft“ beigetragen. An gesunden, gut ernährten Versuchstieren haben Biochemiker künstlich Nährstoffmängel erzeugt und die dadurch entstehenden Krankheitsbilder durch Zugabe der entsprechenden Nährstoffe wieder geheilt. Diese Ergebnisse wurden laufend in Fachzeitschriften veröffentlicht, aber zunächst wenig beachtet. Erst als Ärzte diese Versuche an Menschen durchführten und Erfolge erzielten, wurde das Interesse zunehmend größer. Diesbezügliche umfangreiche Literatur geht bis in die 30er Jahre zurück. 1936 wurde in Deutschland von Prof. Dr. med. Wilhelm Stepp (1882-1963, Direktor der I. Medizinischen UNI Klinik München) die sog. „Vitamintherapie“ propagiert. Er schreibt im Vorwort seines Buches „Die Vitamine und ihre klinische Anwendung“: „Wohl kein anderer Zweig der medizinischen Forschung hat eine so stürmische Entwicklung erlebt wie die Lehre von den Vitaminen in den letzten Jahren. Wir sehen heute in diesen Substanzen nicht nur lebensnotwendige Bestandteile der Nahrung, die dem tierischen und menschlichen Organismus für die Lebensvorgänge in jeder einzelnen Zelle ebenso unentbehrlich sind wie für die Zusammenarbeit der Organe und Organsysteme, sondern darüber hinaus Stoffe, an die das Geschehen in der lebendigen Welt schlechthin gebunden ist. Wenn es erlaubt ist, dem Wort Pflügers „Ohne Eiweiß kein Leben“ das Wort an die Seite zu stellen „Ohne Vitamine kein Leben“, so mag man ermessen, was es bedeutet, dass es in den letzten Jahren gelungen ist, in der Aufklärung des chemischen Baues der Vitamine vorwärts zu kommen. Der Vorteil, dass man daran gehen kann, nun mit reinen Stoffen zu arbeiten, liegt klar vor Augen. Die Möglichkeit ihrer pharmakologischen und toxikologischen Prüfung ist gegeben. Die Frage der Dosierung kann eindeutig beantwortet werden. Darüber hinaus ist man in der Lage, die Vitamine auf Heilwirkungen zu untersuchen, die über ihre Eigenschaften als Ergänzungsstoffe hinausgehen... Ihre Bedeutung für den Arzt, der die Vitamine zu Heilzwecken verwenden will, ist nicht zu bestreiten.“ Schon 1784 schrieb Johann Gottfried Essich [1744-1806; Arzt in Augsburg; Schriftsteller; Krankenseelsorger; Prediger; „Doktor der Arzneywissenschaft und Mitglied des medicinischen Kollegius in Augsburg“]: „Daß die meisten Menschen die Nahrungsmittel nicht dazu anwenden, wozu sie gebraucht werden sollten, ist gewiß sehr bedauernswürdig. Aber es ist noch weit mehr zu bedauern, daß es viele Aerzte giebt, die sich nicht die geringste Mühe geben die Eigenschaften der Speisen und Getränke zu erforschen, und ihre Bestandtheile und Wirkungen recht kennen zu lernen. Es ist ein ganz unverzeihlicher Fehler, daß sie die Diätetik, die doch mit der ausübenden Arzneykunst so genau verbunden ist, so sehr vernachläßigen und gering schätzen. Dieß ist aber auch die Ursache, daß man so viele widersprechende Urtheile hört, da der eine Arzt diejenigen Nahrungsmittel als schädlich verwirft, die der andere in einerley Falle für gesund hält. Daher kommt es, daß die Aerzte, wegen dergleichen entgegengesetzten Meynungen, sich dem Gespötte der Leute aussetzen.“
Gesund und fit Die ausgewogene Zusammensetzung der Nahrung macht’s! Fehlt Eiweiß (Protein) - als Fleisch, Milchprodukte, Ei, Fisch, glutenfreie und lektinarme Getreidesorten (Reis, Hirse) - im Ernährungsplan, geht es in erster Linie nicht den Fettdepots an den Kragen, sondern dem körpereigenen Eiweiß: Statt des ungeliebten Hüftspecks schwinden die Muskeln. Aber gerade jene sorgen für einen straffen Bauch und kräftige Arme und Beine, letztlich also für eine „schöne“ gesunde Figur. "Die Anthropologen [Anthropologie: „Die Lehre, Wissenschaft vom Menschen“] haben wiederholt dokumentiert, dass sich unsere Vorfahren, die Jäger und Sammler, bewusst auf fettreiche tierische Nahrung konzentriert haben. Diese "primitiven" Völker wussten, dass fettreiches Fleisch nicht nur besser schmeckte, sondern auch weit nährstoffreicher ist, als fettarmes. Heute meinen die Menschen, sie handelten aufgeklärter, wenn sie das Fett vom Fleisch wegschneiden und das Eigelb wegwerfen. Die Nährstoffdichte [das Verhältnis vom Nährstoffgehalt (g, mg, µg in 100g) bezogen auf die Energie (kcal)] bewusst zu senken, ist nun aber ein Zeichen von Aufgeklärtheit - es ist vielmehr ausgesprochen dumm." Aus: Anthony Colpo (b.1968, US-Wissenschaftsjournalist): „Der große Cholesterin-Schwindel. Warum alles, was man Ihnen über Cholesterin, Diät und Herzinfarkt erzählt hat, falsch ist!“ (The Great Cholesterol Con) Seite 377. KOPP 2009, ISBN 3-938516-85-2 Eine wichtige Rolle bei der "Fettverbrennung" spielt das L-Carnitin. Eine Aminosäure, mit hohem Anteil in Muttermilch, Stutenmilch und Lammfleisch; L-Carnitin ist besonders wichtig für die Körper-Muskelzellen und die Herzmuskelzellen; schützt vor Herz-Kreislauf Erkrankungen. L-Carnitin sorgt dafür, dass die Freien-Fettsäuren, als „Energiespender“ auch in die „Kraftwerke“ (Mitochondrien) der Zelle gelangen können. Dort kommt eine weitere vitaminähnliche Substanz - Co-Enzym Q10 (Ubichinon) zum Tragen. Dieser Stoff ist für den optimalen Sauerstofftransport (O2) in die Kraftwerke der Zelle verantwortlich, (Energieproduktion - ATP - in den Mitochondrien) dadurch können die vom L-Carnitin herangeschafften "Fett-Energiesubstanzen" bestens verbrannt werden. Zur Fettverbrennung braucht der Körper neben körperlicher BEWEGUNG auch bestimmte NAHRUNGSBESTANDTEILE, die den Stoffwechsel aktivieren: Besonders die B-Vitamine (B1, B2, B3, B5, B6, B9, B12, Biotin) und Vitamin C, die Spurenelemente Jod, Zink, Magnesium, Chrom, Mangan und die essentiellen Aminosäuren. Nur mit deren Unterstützung, assistiert von den Radikalfängern Selen, Vitamin E und den Karotinoiden (Beta-Carotin, Lutein, Lykopin), funktionieren die Wirkstoffe optimal, die das Fett letztlich schmelzen lassen. Damit das „Feuer“ auch richtig glüht, braucht es Sauerstoff, der wiederum erst dann seinen Zündfunken richtig entfacht, wenn genügend Eisen und Co-Enzym Q10 bereitstehen. Kommen all diese Substanzen zu kurz, wird der Stoffwechsel träge – die denkbar schlechteste Voraussetzung für eine optimale Lebensqualität und um sein Körpergewicht konstant zu halten. Ein wahrer Teufelskreis baut sich auf!
""Fett lässt alles, was wir essen, besser schmecken, Fett zu essen macht zufrieden, sodass wir insgesamt weniger essen und unser Verlangen nach Naschwerk sinkt. Unsere Mahlzeiten zu genießen macht glücklich und reduziert Stress" Diese unbefangenen Zeilen über das Fett stammen von der preisgekrönten Köchin Jennifer MacLagan. Sie verfasste ein ganzes Kochbuch [1] über die Vorzüge tierischer Fette, "weil es neben den ungezählten Kochbüchern zum Thema Fettsparen, Abnehmen und Kochen ohne Fett keines gibt, das uns erzählt, wie wir Fette genießen können" Die täglichen Botschaften in den Medien, dass Fett schlecht sei, bräuchten einen Gegenpol, denn "Fett ist unentbehrlich und köstlich. Wir sollten es feiern, damit kochen und es ohne Schuld genießen... Man muss sich entscheiden: entweder höhere Fettanteile, dann muss bei den anderen energiedichten Nahrungsbestandteilen, bei Zucker und Stärke, gespart werden. Wer jedoch davon viel essen will, muss beim Fett sparen. So einfach ist das. Beides, also viele Kohlenhydrate und viel Fett, das funktioniert beim Abnehmen nicht. Das alles ist nicht neu. Es ist vor langer Zeit erforscht und in zahlreichen Fachartikeln veröffentlicht worden. Doch die muss man erstens lesen und zweitens muss man sie auch zur Kenntnis nehmen und darüber berichten. Obwohl diese "banalen" Erkenntnisse deutlich gegen das Anti-Fett-Doma - "Fett-macht-fett-und-Fettsparen-macht-schlank" - sprechen, wurden sie beharrlich ignoriert. So tief sitzt der Glaube an das "Böse" im Fett... Mehr Fett - das bedeutete für viele mehr Geschmack im Essen, mehr Genuss und mehr Befriedigung und damit bessere Chancen, eine Ernährungsumstellung (Kohlenhydrat beschränkte, fett- und proteinreiche Diät) auch dauerhaft umzusetzen. Mit mehr Fett und Protein und entsprechend weniger Kohlenhydraten hätten zudem die Übergewichtigen mit Bauchfettansatz und Bewegungsmangel die Sicherheit, ihren gestörten Zucker- und Fettstoffwechsel weit besser in den Griff zu bekommen... Langzeitstudien sprechen das Fett frei - Im Frühjahr 2009 wurde die größte und wichtigste Langzeitstudie für uns Europäer veröffentlicht: Die EPIC-Studie [2] beobachtete an rund 90.000 Erwachsenen aus 5 europäischen Ländern mehrere Jahre lang, wie sich das Körpergewicht in Abhängigkeit von der Art und Menge der verzehrten Fette verändert. Das Ergebnis: Absolut kein Zusammenhang zwischen der Menge oder Art des Nahrungsfettes und der Entwicklung des Körpergewichts!... Bekommt, wer viel Fett isst, eher einen Herz- oder Hirninfarkt?... Und lange Zeit wurde suggeriert: Die wissenschaftliche Literatur ist eindeutig, natürlich zuungunsten der Fette... In der Endfassung ihrer Fettleitlinie (2006) bescheinigt die DGE [3] zum ersten Mal, dass es keine handfesten Belege dafür gibt, dass die Höhe der Fettzufuhr das Risiko für die Entwicklung von Herz- oder Hirninfarkt beeinflusst... Sogar das Urteil über die ["tierischen Fette", fälschlicherweise als die ] gesättigten Fettsäuren [bezeichnet] fiel für DGE-Verhältnisse revolutionär aus: Gesättigte Fettsäuren sind kein Risiko für Hirninfarkt und nur ein "mögliches" Risiko für Herzinfarkt. "Möglich" ist eine sehr schwache Evidenzstufe, ein "mögliches" Risiko nach so vielen Jahrzehnten der Forschung schon fast ein Freispruch. Und vor allem: Aus einem "möglichen" Risiko dürfen nach internationaler Konvention keine Ernährungsempfehlungen abgeleitet werden. Diese Wende war für Kenner der Szene kaum zu glauben... Doch was nutzt das alles, wenn es die Verbraucher bis heute nicht erfahren?[4]... Auf eine Aufklärung über die veränderte Bewertung der ["tierischen Fette", fälschlicherweise als die] gesättigten Fettsäuren [bezeichnet] wartet man bis heute vergeblich... In klinischen Studien an Patienten mit schon bestehender Herz-Kreislauf-Erkrankung schützen Supplemente mit langkettigen Omega-3- Fettsäuren [Fischfette, Algen, Ei] vor einem tödlichen Herz-Kreislauf-Ereignis und auch die Gesamtsterblichkeit sank. Wurden die Supplemente mindestens 1-Jahr lang genommen, verminderte sich das Risiko, an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung zu sterben, um etwa 13%. Die Gefahr, an irgendeiner Krankheit verfrüht zu sterben, sank um etwa 8% [5]... Omega-3-Fettsäuren senken vor allem erhöhte Triglyzeridwerte (mit 3g EPA und DHA konnte eine durchschnittliche Minderung um 14% erreicht werden!)... wirken blutverdünnend und senken das Risiko von Thrombosen... dazu kommen entzündungshemmende Effekte und ein günstiger Einfluss auf die Zellen in den Gefäßwänden [Endothel]. Wahrscheinlich stabilisieren sie auch den Herzrhythmus... können arteriosklerotische Ablagerungen in den Blutgefäßen (Plaques) stabilisieren... Aufplatzende Plaques sind ein wesentlicher Auslöser von Herz- und Hirninfarkten [6]. Wie viel brauchen wir von diesen [Omega-3]Fetten? Nach dem derzeitigen Wissensstand wären zur Prävention bei Gesunden 250-500mg langkettige Omega-3-DFettsäuren täglich sinnvoll. Ist das Herz-Kreislauf-Risiko bereits erhöht, scheinen 1-2g EPA [Eicosapentaensäure] und DHA [Docosahexaensäure] pro Tag angebracht [5]... Es gibt Menschen, die aufgrund einer Enzymschwäche nicht genügend EPA aus [pflanzlicher Omega-3] Alpha-Linolensäure [ALA] aufbauen können [7]. Sie sind auf langkettige Omega-3-Fettsäuren aus tierischen Lebensmitteln oder aus Algen angewiesen. Alle anderen können EPA [variiert individuell ~1-10%] prinzipiell aus Alpha-Linolensäure [ALA] bilden... Hierzu ist es hilfreich, den [Omega-3/Omega-6-FS] Versorgungszustand eines Menschen zu kennen... Eine Methode ist der vom Münchner Medizinprofessor Clemens von Schacky propagierte Omega-3-Index [Omega-3- und Omega-6-FS in der Zellmembran roter Blutkörperchen; [8,9,10]]..." Aus: Nicolai Worm, Ulrike Gonder: „Mehr Fett! - Warum wir mehr Fett brauchen, um gesund und schlank zu sein – Liebeserklärung an einen zu unrecht verteufelten Nährstoff“ Seite 47, 61, 63, 64, 71, 72, 91f. SYSTEMED 2. Auflage 2010 [In eckigen Klammern] = meine persönlichen Ergänzungen [1] Jennifer McLagan (Author), Leigh Beisch (Photographer): „Fat: An Appreciation of a Misunderstood Ingredient, with Recipes“ Ten Speed Press 2008 [2] Nita G Forouhi et al: "Dietary fat intake and subsequent weight change in adults: results from the European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition cohorts (EPIC)" American Society for Nutrition 2009. [3] http://www.dge.de/modules.php?name=St&file=w_leitlinien [4] 1) Mente A, de Koning L, Shannon HS, Anand SS.: "A systematic review of the evidence supporting a causal link between dietary factors and coronary heart disease" Archives of Intern Med. 2009 Apr 13;169(7):659-69. 2) Murray M. Skeaff, Miller J.: "Dietary fat and coronary heart disease: summary of evidence from prospective cohort and randomised controlled trials" Annals of Nutr Metab. 2009;55(1-3):173-201. 3) Siri-Tarino PW, Sun Q, Frank B. Hu, Ronald M. Krauss: "Meta-analysis of prospective cohort studies evaluating the association of saturated fat with cardiovascular disease" Am Journal Clin Nutr. 2010 Mar;91(3):535-46. Epub 2010 Jan 13. "Das Ergebnis der Auswertung dürfte an dieser Stelle nicht mehr überraschen: Kein Herzinfarktrisiko durch gesättigte Fettsäuren! Die Auswertung zum Hirninfarkt ergab im Trend: Je mehr gesättigte Fettsäuren, desto weniger Schlaganfälle. Für Herz- und Hirninfarkt zusammen ergab sich eine schönes Ergebnis: Jene Teilnehmer [21 Studien mit 347.747 Teilnehmern], die am meisten gesättigte Fettsäuren verzehrt hatten, wiesen im Vergleich zu jenen, die besonders wenig gesättigte gegessen hatten, um null Komma null Prozent verändertes Risiko auf." [idem, Nicolai Worm Seite 77] [5] Marik PE, Varon J.: "Omega-3 dietary supplements and the risk of cardiovascular events: a systematic review" Clin Cardiol. 2009 Jul;32(7):365-72. [6] Philip C. Calder, P. Yaqoob: "Omega-3 (n-3) fatty acids, cardiovascular disease and stability of atherosclerotic plaques" Cell. Molecular Biol. 2010, 56, 28-37 [7] Harris WS et al: "Towards Establishing Dietary Reference Intakes for Eicosapentaenoic (EPA) and Docosahexaenoic Acids (DHA)" Journal of Nutrition 2009;139:804S-819S [8] Omega 3 FS Index OMEGAMETRIX Prof. Clemens von Schacky: www.omegametrix.eu/ [9] Clemens von Schacky, William S. Harris: "Cardiovascular risk and the omega-3 index" J Cardiovasc Med (Hagerstown). 2007 Sep;8 Suppl 1:S46-9. [10] William S. Harris: "The omega-3 index: from biomarker to risk marker to risk factor" Curr Atheroscler Rep 2009; 11:411-417. Siehe auch INFOS-> 9.) Statistik Glossar & Allerlei >>>> -> "In den älteren Diätstudien gab es reichlich methodische Mängel... Bernie Siegel / Krebs >>>> "Ich kenne Menschen, die essen ab und zu Vollkornprodukte und viel Salat und fühlen sich pudelwohl dabei. Aber ich kenne auch solche, die essen Vollkornprodukte und viel Salat und kommen in meine Praxis, weil sie seit Jahren unter Verdauungsbeschwerden leiden. Blähbäuche, wechselhafter Stuhlgang, Magendruck, Sodbrennen, all das, was man heute als Reizdarmsyndrom diagnostizieren würde. Sie haben bereits eine Reihe von Untersuchungen hinter sich wie Darmspiegelung, Magenspiegelung, teure Labortests auf Nahrungsmittelunverträglichkeiten (bezahlt aus eigener Tasche), Tests auf Laktose- und Fruktose-Unverträglichkeit (verkauft von einem Heilpraktiker oder Ernährungsmediziner). Trotz Diagnosen wie Laktose- oder Fruktose-Unverträglichkeit, Reizdarm, zahlreichen Unverträglichkeiten gefolgt von entsprechenden Weglassdiäten, Magentabletten oder Pulvern aller Art hilft vieles, aber nach 2 Monaten sind die Beschwerden wieder da. Sehr häufig erhalte ich dann auf die Frage "Wie ernähren Sie sich?" die Antwort: "Gesund." Doch unter "gesund" verstehen die Patienten heute etwas anderes als ausgewogen oder normal. Gesund bedeutet, dass man sich Mühe gibt, es richtig zu machen: Vollkornprodukte, viel frisches Obst und Gemüse sowie fettarmes Essen. Auf die Frage, seit wann die Bauchbeschwerden bestünden, antworten die Patienten zum Beispiel: "3 Jahre." Und auf die Frage, wie lange man sich bemüht, "gesund" zu essen, bekomme ich ebenfalls zur Antwort: "3 Jahre." Ich frage dann, warum die Patienten nicht aufgehört haben, sich "gesund" zu ernähren, wenn die Beschwerden doch offensichtlich damit begonnen hätten. Wieso ich das denn fragen würde, höre ich dann, es sei doch gesund, sich "gesund" zu ernähren." Aus: Dr. med. Gunter Frank: „Schlechte Medizin: Ein Wutbuch“ Teil III: Die gesellschaftlichen Auswirkungen schlechter Medizin. Kapitel: Das Geschäft mit der Angst: Wie schlechte Medizin uns seelisch krank und manipulierbar macht. Die Macht des Unbewussten. Seite 188f. KNAUS 5.Auflage 2012
"Ob wir ein Nahrungsmittel gut vertragen, hängt auch vom Grad unserer Entspannung ab. Stehen wir unter Stress, hemmt das vegetative Nervensystem den Magen und den Dünndarm und treibt den Dickdarm an. Hält der Stress- zustand an, ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich Verdauungsbeschwerden einstellen. Deshalb ist eine kurze Entspan- nung vor dem Essen sehr wichtig und sollte konsequent eingeplant werden. Dann gelingt es auch, ausreichend zu kauen, denn hastiges Schlingen belastet den Magen zusätzlich. Von Anfang an Rituale in der Familie einzuführen, anhand derer Kinder lernen, dass man in Ruhe mit dem Essen anfängt und bei Tisch keine schweren Probleme bespricht, hat sehr viel mit Esskultur und gesunder Verdauung zu tun." Aus: Gunter Frank: „Lizenz zum Essen: Warum Ihr Gewicht mehr mit Stress zu tun hat als mit dem, was Sie essen“ Ernährung und Verdauung. 26 Stress und Verdauung. warum Menschen, die beten, weniger Bauchweh haben. Seite 260. PIPER 2.Auflage 2008,
"Was ist neu an dieser Pyramide? Im Unterschied zur offiziell noch gültigen Ernährungspyramide sind Kartoffeln und stärkereiche Getreideprodukte von der Basis nach oben in die schmale Spitze [Wenig] gerutscht. Das heißt, sie sollten entweder in geringeren Menge oder seltener als bisher verzehrt werden. Dafür werden NÜSSE, fette FISCHE, MILCHPRODUKTE (sofern sie vertragen werden) und mageres FLEISCH aufgewertet und rutschen deutlich nach unten [Oft]. An die Basis gehören nach dem derzeitigen Kenntnisstand GEMÜSE, SALATE und OBST sowie FETTE, die überwiegend aus einfach ungesättigten Fettsäuren bestehen (z.B. Oliven-, Walnuss- und Rapsöl). Damit steht das, was uns die Ernährungswissenschaft bisher empfohlen hat, förmlich auf dem Kopf. Es sieht jedoch so aus, als stiegen damit unsere Chancen, gesund und schlank zu bleiben. [...] Vorsicht Baustelle! Ob die LOGI - Pyramide oder eine ähnliche Ernährungspyramide der Weisheit letzter Schluss ist, wird erst die Zukunft zeigen. Wenngleich sie bereits jetzt wissenschaftlich sehr viel besser abgesichert ist als die alte Ernährungspyramide, wird es nicht ausbleiben, dass neue Erkenntnisse weitere "Umbauten" notwendig machen. Es fehlen beispielsweise noch Studien, die die langfristige Durchführbarkeit und Sicherheit einer solchen Ernährungsform belegen. Auch ist keineswegs bereits bewiesen, dass eine Ernährungsumstellung nach dem LOGI - Prinzip tatsächlich zu weniger Krankheiten führt. Bisher wissen wir nur, dass sich eine Reihe von Risikofaktoren verbessern und das eine solche Ernährung beim Abnehmen hilft. Und dass sie der menschlichen "Urnahrung", die unsere Evolution und genetische Ausstattung begleitet hat, deutlich näher kommt als das, was uns bisher als "gesund" angedient wurde." Aus: Ulrike Gonder (b.1961): „Fett!: Unterhaltsames und Informatives über fette Lügen und mehrfach ungesättigte Versprechungen“ Seite 147. Aktualisierte Auflage HIRZEL 2009 (2004)
"Vollwert-Ernährung ist eine überwiegend pflanzliche (lakto-vegetabile) Ernährungsweise, bei der gering verarbeitete Lebensmittel bevorzugt werden. Gesundheitlich wertvolle, frische Lebensmittel werden zu genussvollen und bekömmlichen Speisen zubereitet. Die hauptsächlich verwendeten Lebensmittel sind Gemüse und Obst, Vollkornprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte sowie Milch und Milchprodukte, daneben können auch geringe Mengen an Fleisch, Fisch und Eiern enthalten sein. Ein reichlicher Verzehr von unerhitzter Frischkost wird empfohlen, etwa die Hälfte der Nahrungsmenge. Zusätzlich zur Gesundheitsverträglichkeit der Ernährung werden im Sinne der Nachhaltigkeit auch die Umwelt-, Wirtschafts- und Sozialverträglichkeit des Ernährungssystems berücksichtigt. Das bedeutet unter anderem, dass Erzeugnisse aus ökologischer Landwirtschaft sowie regionale und saisonale Produkte verwendet werden. Weiterhin wird auf umweltverträglich verpackte Erzeugnisse geachtet. Außerdem werden Lebensmittel aus Fairem Handel mit sog. Entwicklungsländern verwendet. Mit Vollwert-Ernährung sollen hohe Lebensqualität - besonders Gesundheit -, Schonung der Umwelt, faire Wirtschaftsbeziehungen und soziale Gerechtigkeit weltweit gefördert werden. Die Bedeutung der Ernährung für den einzelnen Menschen (Individuum) liegt neben der Bedürfnisbefriedigung und dem Genuss vor allem in ihrer Wirkung auf die Gesundheit (gesundheitliche Aspekte). Eine sinnvoll zusammengestellte Ernährung ist für die Gesundheit eine wichtige Voraussetzung. Eine unzureichende, unausgewogene oder übermäßige Ernährung kann dagegen gesundheitliche Probleme verursachen, wenn sie auf Dauer praktiziert wird. Verschiedene ernährungsabhängige Krankheiten können in der Folge auftreten. Aus diesem Grund ist es wichtig, das Ernährungsverhalten auf seine individuelle gesundheitliche Wirkung, d.h. seine Gesundheitsverträglichkeit, zu untersuchen und zu bewerten. daraus sind Empfehlungen für eine gesundheitsverträgliche Ernährungsweise abzuleiten... Die Wurzeln und Grundideen der Vollwert-Ernährung - auf die gesundheitliche Dimension bezogen - reichen bis in die Antike zurück. Hippokrates mit seiner Medizin der Gesunderhaltung und Pythagoras mit seinem klassischen Vegetarismus gelten als Begründer ganzheitlicher Ernährungs- und Lebensweisen in Europa. Gleichzeitig entwickelten sich umfassende Konzepte des menschlichen Lebens in China und Indien. Diese Ideen und Erfahrungen wurden von einer Reihe von Ganzheitsmedizinern wie Paracelsus (1493-1541) und Hufeland (1762-1836) weiterentwickelt... In der Vollwert-Ernährung werden weder Verbote noch Gebote ausgesprochen, sondern Grundsätze formuliert und konkrete Empfehlungen daraus abgeleitet. Auf besonders günstige Lebensmittel wird aufmerksam gemacht, der seltene Verzehr bzw. die Vermeidung ungünstiger Produkte (konservierte Lebensmittel, raffinierte Fette, isolierter Zucker, Süßwaren, Fertigprodukte, stark verarbeitete Produkte/Gentechnik/Lebensmittelbestrahlung usw.) wird angeraten. Auf diese Weise hat jeder Einzelne die Möglichkeit, in Eigenverantwortung seine Gesundheit zu fördern... Kurzfassung der Grundsätze der Vollwert-Ernährung: 1. genussvoll 2. bekömmlich 3. überwiegend pflanzlich 4. bevorzugt gering verarbeitet 5. ökologisch erzeugt 6. regional und saisonal 7. umweltverträglich verpackt 8. fair gehandelt" Aus: Karl von Koerber (b.1955, Dr.oec.troph.), Thomas Männle (b.1953, Dipl.oec.troph.), Claus Leitzmann (b.1933, Prof.Dr.rer.nat.): „Vollwert-Ernährung. Konzeption einer zeitgemäßen und nachhaltigen Ernährung“ Seite 3, 4, 365, 366. 11.unveränderte Auflage HAUG 2012 (1981) ![]() "Ernährung nach den 4-Dimensionen: Wechselwirkungen zwischen Ernährung und Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft und Gesundheit" pdf >>>> Karl von Koerber und Jürgen Kretschmer Ernährung & Medizin 2006; 21: 178-185. http://bfeoe.de/wzw/wasist/index.shtml "Aufgrund des Einflusses der Gießener Ernährungswissenschaftler [1] übernahm auch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) deren Empfehlungen und nannte sie nun "vollwertige Ernährung". Allerdings verzichtet man vernünftigerweise auf die Verknüpfung mit Umweltschutz und Entwicklungshilfe. Die vollwertige Ernährung ist heute die offizielle Ernährungsempfehlung von staatlich legitimierten Ernährungsberatungen, Verbraucherzentralen und dominiert fast alle Medienberichte über gesunde Ernährung. Das ist umso erstaunlicher, als alle ernst zunehmenden Studien [2] zeigen, dass vollwertige Ernährung weder vor Krebs noch vor Herzinfarkt schützt, sondern stattdessen für Verdauungsprobleme aller Art sorgt. ... Bio ohne Vollkornideologie, aber mit einem erlaubten, maßvollen Einsatz moderner chemischer Schädlingsbekämpfungsmittel und einem Verständnis von Tierschutz, der nicht romantisierenden Vorstellungen folgt, sondern den Bedürfnissen heutiger Zuchttiere - das wäre eine Lebensmittelproduktion, die dem weitverbreiteten Verbraucherwunsch nach Verantwortung und Vernunft entspricht.. Gesellt sich dann noch echtes handwerkliches Können bei der Verarbeitung dieser Nahrungsmittel hinzu, Stichwort dreistufiger Sauerteig, Einlegen oder Köcheln, dann kommen am Ende hochwertige Produkte und Speisen heraus, für die es sich lohnt, mehr Geld auszugeben, weil sie eine gute Investition in Lebenskultur und -qualität darstellen. Und dann müssten wir uns unser gutes Gewissen nicht mit Verdauungsbeschwerden erkaufen. ..." Aus: Gunter Frank: „Lizenz zum Essen: Warum Ihr Gewicht mehr mit Stress zu tun hat als mit dem, was Sie essen“ Ernährung und Verdauung. 20 Bio und Vollwert. Die Geschichte einer unglücklichen Verbindung. Vollwertige Ernährung. S.191f, Fazit S.196 PIPER 2.Auflage 2008 [1] Claus Leitzmann, Karl von Koerber, Thomas Männle: „Vollwert-Ernährung. Konzeption einer zeitgemäßen und nachhaltigen Ernährung“ 11.Auflage HAUG 2012 (1981) [2] CY Francis, PJ Whorwell: " Bran and irritable bowel syndrome: time for reappraisal" Lancet 344, 1994 CS Fuchs et al: "Dietary fiber and the risk of colorectal cancer and adenoma in women" N Engl J Med. 1999 Jan 21;340(3):169-76 Hans Peter Beck Bornholdt: „Der Hund, der Eier legt" Reinbeck 1997, „Der Schein der Weisen“ Reinbeck 2003 "Die Menschen, die jeden Tag in meine Sprechstunde kommen, unterscheiden sich nicht nur in ihrem KÖRPERBAU, sondern auch in ihren VERDAUUNGSMÖGLICHKEITEN. Genauso wie es große, kleine, dicke und dünne Menschen gibt, genauso gibt es Menschen mit robustem oder empfindlichem Magen, mit starker oder schwacher Verdauung. Und genauso wie der grundsätzliche Bauplan einer Figur genetisch festgelegt ist, genauso sind auch die Grundlagen der Verdauung vererbt. Manche Menschen vertragen große Mahlzeiten, andere nur klein, manche kommen mit Obst gut klar, anderen bekommt Fleisch besser. Einige Menschen vertragen keine Milch, während andere sie zu ihrem Hauptnahrungsmittel machen. Die Palette an Eigenheiten ist riesig und das Wissen darum alles andere als neu. ... Trotzdem wird eine für alle gleiche Ernährungsweise - "Vollwert-Ernährung" - als die einzig gesunde propagiert. ... Pflanzen haben nicht nur Nähr-, sondern auch Abwehrstoffe, mit denen sie sich die Fraßfeinde vom Stängel halten wollen. Dies gilt auch für den Allesfresser Mensch. Die Abwehrstoffe, die man in der ökologischen Biochemie als sekundäre Pflanzenstoffe [1] bezeichnet, befinden sich vor allem in den Randschichten (Schalen, Hülsen, Getreidespelz: Lektine, Gliadin, Phytate usw.) der Pflanze. Diese Überlebensstrategien der Pflanzen sind Natur pur, und die Art und Weise, wie sich die Pflanzenfresser daran angepasst haben, ist ein schönes Beispiel für die Evolution und die unglaubliche Vielfalt, die durch sie entsteht. Wir Menschen haben uns in unserer Entwicklung zum Homo sapiens vom reinen Pflanzenfresser wegentwickelt und damit auch die Möglichkeiten reduziert, diese Abwehrstoffe adäquat zu entgiften. Deshalb ist es höchst problematisch, wenn die modernen Ernährungsempfehlungen behaupten, es sei gesund, sich vollwertig zu ernähren. Denn vollwertig bedeutet, die Randschichten mit den Abwehrstoffen (sekundären Pflanzenstoffen) mitzuessen. ... Besonders problematisch ist Vollwertkost für Menschen, die bereits unter Verdauungsstörungen leiden oder eine chronische Erkrankung haben und im vorgerückten Alter sind. Das Maß für gesunde Nahrungsmittel ist ihre Bekömmlichkeit und nicht ihre Platzierung in Nährwerttabellen. Die Behauptung, es sei natürlicher, Pflanzen roh zu essen ("naturbelassen"), ignoriert die Evolutionsprozesse, die Menschen und Pflanzen in den letzten Jahrmillionen durchlaufen haben. Vollwertkost bedeutet unterm Strich eine schlechtere Verfügbarkeit der Nährstoffe und viel mehr pflanzliche Abwehrgifte in unserem Darm. Naturvölker wissen, dass Rohkost Durchfall und Bauchweh bedeutet. Deshalb haben unsere Vorfahren gelernt, Pflanzen zu entgiften und dadurch genießbar zu machen ("naturgemäß"). Wie unsere heutigen Küchentechniken zeigen, waren sie dabei ziemlich kreativ. Ihnen verdanken wir nicht nur eine beträchtliche Erweiterung des Speisezettels, sondern auch kurze Verdauungszeiten. So mussten wir nach dem Essen nicht mehr stundenlang unter Bäumen liegen und konnten unsere Energie für die Entwicklung von Zivilisation und Kultur nutzen. Ohne Kochtopf würden wir heute noch in Höhlen hausen. Bio ohne Vollkornideologie, aber mit einem erlaubten, maßvollen Einsatz moderner chemischer Schädlingsbekämpfungsmittel und einem Verständnis von Tierschutz, der nicht romantisierenden Vorstellungen folgt, sondern den Bedürfnissen heutiger Zuchttiere - das wäre eine Lebensmittelproduktion, die dem weitverbreiteten Verbraucherwunsch nach Verantwortung und Vernunft entspricht. Gesellt sich dann noch echtes handwerkliches Können bei der Verarbeitung dieser Nahrungsmittel hinzu, Stichwort dreistufiger Sauerteig, Einlegen oder Köcheln, dann kommen am Ende hochwertige Produkte und Speisen heraus, für die es sich lohnt, mehr Geld auszugeben, weil sie eine gute Investition in Lebenskultur und -qualität darstellen. Und dann müssten wir uns unser gutes Gewissen nicht mit Verdauungsbeschwerden erkaufen." ... "Ernährungsratschläge für Verdauungskranke" [2] pdf >>>> Aus: Gunter Frank: „Lizenz zum Essen: Warum Ihr Gewicht mehr mit Stress zu tun hat als mit dem, was Sie essen“ Ernährung und Verdauung. 17 Verdauungstypen: Warum jeder etwas anderes zu essen braucht, und warum das normal ist. Seite 161 18 Pflanzenabwehrstoffe: Warum ein Weizenkorn gar nicht gefressen werden will. Seite175f 19 Traditionelle Lebensmittelverarbeitung. Warum Homo sapiens den Kochtopf erfand. Seite 177, 181, 185f. 20 Bio und Vollwert. Die Geschichte einer unglücklichen Verbindung. Seite 196f. PIPER 2.Auflage 2008 [1] Prof. Dr. Dieter Schlee (1937-1994): "Ökologische Biochemie" GFV 1992 [1988]. Prof. Dr. Jeffrey Berry Harborne (1928-2002): "Ökologische Biochemie. Eine Einführung" Spektrum Verlag 1995 [2] Ernährungsratschläge für Verdauungskranke modifiziert nach Prof. Karl Pirlet: www.lizenz-zum-essen.de/ "Auf dem Weg in die Gesundheitsdiktatur: Wie mit Gesundheitsmoral Menschen diskriminiert werden. Von Siegern und Verlieren" pdf >>>> Aus: Dr. med. Gunter Frank: „Schlechte Medizin: Ein Wutbuch“ Teil III: Die gesellschaftlichen Auswirkungen schlechter Medizin. Kapitel: Auf dem Weg in die Gesundheitsdiktatur: Wie mit Gesundheitsmoral Menschen diskriminiert werden. Von Siegern und Verlieren. Seite 222- 229 KNAUS 5. Auflage 2012 "Die Menschen über 60 wissen noch, was man in allen Kulturen immer gewusst hat: Dass man ein properes Enkelchen nicht zur Abspeckkur schicken muss, dass man kranken Menschen keine rohen Möhren oder Salate anbietet, sondern Brühe, stundenlang Gekochtes und Fettes, also leicht zugängliche Energie. Jüngerer Generationen dagegen kennen es nicht mehr, dass immer und ausreichend Nahrung zu haben keine Selbstverständlichkeit war. Dass man sich auf ein Schlachtfest ["Groign essen"] gefreut hat, anstatt danach einen Psychotherapeuten aufzusuchen. Dass Sport nur zum Vergnügen betrieben wurde und man froh war, nicht ausgezehrt durch die Landschaft rennen zu müssen. Heute hetzen die Menschen als Berufstätige, als Eltern, als Sinnsucher von Termin zu Termin. Besuchen Ernährungskurse, Fitness- und Diätprogramme, nutzen die Angebote exotischer Gesundheits- lehren, kaufen tonnenweise problematische Produkte wie probiotische Joghurts aus Fäkalbakterien oder mit cholesterinsenkender Chemie angereicherte Margarine. glauben an Nahrungsmittelergänzungs- produkte, die uns mit Vitaminen, Antioxidantien oder Radikalenfängern versorgen sollen und nicht selten aus den Abfallprodukten normaler Nahrungsmittelherstellung (z.B. Rückstände aus den Saftpressen) bestehen. Sie traktieren nicht nur sich selbst, sondern die ganze Familie mit solchem Gesundheitswahn. Und das, obwohl sie eigentlich spüren müssten, dass dies alles grandioser Unfug ist, den man nicht anders nennen kann als: schlechte Medizin. Und noch einmal die Frage: Warum verhalten Menschen sich so? ... Menschen, die man in Angst versetzt, die sich ständig Sorgen machen, haben es schwerer, ihre Gefühle zu erkennen und Entscheidungen zu treffen, die ihnen wirklich gut tun. Julius Kuhl hat erforscht, dass Menschen unter Stress und Angst ihren Selbstzugang verlieren und daraufhin Entscheidungen treffen, die sie nicht an ihren eigenen Bedürfnissen ausrichten. Wenn der Zugang zu den körperlichen und emotionalen Signalen unseres Selbst blockiert ist, können wir Gedanken, Gefühle und Ziele, die eigentlich nicht zu uns passen, gar nicht als fremd wahrnehmen. Wir glauben dann, dass sie zu uns gehören, und verfolgen im schlimmsten Fall unser ganzes Leben lang Ziele, die zwar äußeren Normen wie gesellschaftlichen, politischen, religiösen oder moralischen Zwängen entsprechen [Selbstinfiltration] und allgemein als richtig angesehen werden, unseren eigenen Werten und Erfahrungen jedoch zutiefst widersprechen." Aus: Dr. med. Gunter Frank: „Schlechte Medizin: Ein Wutbuch“ Teil III: Die gesellschaftlichen Auswirkungen schlechter Medizin. Kapitel: Das Geschäft mit der Angst: Wie schlechte Medizin uns seelisch krank und manipulierbar macht. Die Macht des Unbewussten. Seite 194f. Angst macht manipulierbar. Seite 195f. KNAUS 5.Auflage 2012 Unsummen von Geld fließen jährlich auf das Konto der so genannten "Ernährungsbedingten Krankheiten" - "Zivilisationskrankheiten" - wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen (Hypertonie, Herzschwäche, Herzinfarkt), Arteriosklerose, Diabetes, Übergewicht, Gicht und Krebs usw.
Prophylaxe - Vorsorge findet eher in den Köpfen als in den Praxen der ÄrzteInnen statt.
Gerade jene Krankheiten, die durch aggressive Freie Radikale (amoklaufender Sauerstoff, ROS, RNS) entstehen können, haben die Wissenschaftler in den letzten Jahren besonders gefordert. Freie Radikale sind instabile, kurzlebige Atome oder Moleküle, die ein oder mehrere ungepaarte (freie) Elektronen haben, die – biochemischen Grundprinzipien folgend – Elektronen umliegender Moleküle anziehen. Z.B. Hydroxyl-Radikal •OH, Chlorradikale Cl•, Superoxid-Radikal •O2¯; Botenstoff: Stickstoffmonoxid •NO Dieses Wirkprinzip benennen Biochemiker als hochreaktiv. Ein in der Zivilisation allgegenwärtiger, vergleichbarer Prozess ist Sauerstoff und Eisen. Eisen, das ungeschützt Umwelteinflüssen ausgesetzt ist, rostet; es oxidiert. So wie man Eisen vor übermäßiger Oxidation schützen will, können auch freie Radikale/oxidativer Stress im Körper auf ein gesundes Maß reduziert werden. Anhaltender Oxidativer Stress (ROS - Reactive Oxygen Species + RNS - Reactive Nitrogen Species) führt zu Störungen des Bioenergetischen Gleichgewichts und langfristig zu fassbaren Schäden/Erkrankungen. Diese "Freien Sauerstoffradikale" können alle biologischen Strukturen schädigen: Zellmembranen, Fette, Enzyme und andere Eiweißstoffe der Zelle sowie die Erbsubstanz (DNA). Umso logischer erscheint es, gerade jene Stoffe im Auge zu behalten, die den freien Radikalen Paroli bieten - wie die Antioxidantien/Radikalfänger - Vitamin C, E, A, Beta-Carotin, sekundäre Pflanzenschutzstoffe - Phytoprotectants, Alpha-Liponsäure, Q10, Melatonin, Selen und unsere antioxidativen endogenen Enzymsysteme - SOD Superoxid-Dismutase, KAT Katalase und GPX Glutathion-Peroxidase - das sog. Antioxidative Orchester. "Die zwei Seiten des oxidativen Stress - freie Radikale schädigen DNA und Zellmembranen, sind jedoch auch essentiell für die Immunabwehr" pdf >>>> Dr. Volker von Baehr - IMD Berlin, am 09.01.2013 Erkrankungen, die im Zusammenhang mit Freien Radikalen diskutiert werden Freie-Radikal-Krankheiten - Free radical diseases - Oxidativer Stress SYSTEMISCHE ERKRANKUNGEN ►Autoimmunerkrankungen - Mb.Hashimoto, Kollagnosen, rheumatoide Arthritis usw. ►Diabetes mellitus ►Rheuma ►Vaskulitiden ►Glomerulonephritis ►Perfusions-Reperfusionsstörungen ►Schocksyndrome ►Eisenüberladung ►Krebserkrankungen ►Amyloidose ►Alterungsprozesse ►Avitaminosen ►Infektionen ►Behcets Erkrankung/chronische Schleimhautgeschwüre BLUTERKRANKUNGEN ►Hämochromatose/Eisenspeicherkrankheit ►Thalassämie ►Bleivergiftung ►Malaria ►Sichelzellanämie ►Favismus/Glucose-6-Phosphat-Dehydrogenase-Mangel ►Fanconi Anämie LUNGENERKRANKUNGEN ►Pro-Oxidative Wirkung des Rauchens ►Ozonbelastung ►Asthma ►COPD ►Lungenemphysem ►Mucoviszidose/zystische Pankreasfibrose ►Bronchopulmonale Dysplasie ►ARDS/Acute Respiratory Distress Syndrome HERZ-KREISLAUFERKRANKUNGEN ►arterielle Hypertonie ►Arteriosklerose ►Herzinsuffizienz ►Herzinfarkt ►Alkoholinduzierte Kardiomyopathie ►Herzrhythmusstörungen ►Schlaganfall ►Periphere Durchblutungsstörung der Akren ►Keshan Krankheit (tödliche Herzschwäche durch Selen-Mangel) NIERENERKRANKUNGEN ►Glomerulonephritis ►Abstoßungsreaktion nach Nierentransplantation ►Schwermetallnephropathie ►Dialyse ERKRANKUNGEN DES MAGEN-DARM-TRAKTS ►Pankreatitis ►Colitis ulcerosa ►Morbus Crohn ►Abetalipoproteinämie ERKRANKUNGEN DES NERVENSYSTEMS ►Schlaganfall ►Multiple Sklerose ►Parkinson ►Bluthochdruckschädigung des ZNS ►Migräne ►Neuromuskuläre Erkrankungen ►Neuronale Ceroid-Lipofuszinose ►Entmarkungserkrankungen des ZNS ►Aluminiumschädigung des ZNS ►Ataxie-Teleangiektasie-Syndrom ►Alzheimer AUGENERKRANKUNGEN ►Frühgeborenenretinopathie ►Katarakt - Grauer Star ►Makuladegeneration ►Photooptische Retinopathie - Verblitzung d. Netzhaut ►Degenerative Retinopathie ►Glaukom - erhöhter Augeninnendruck HAUTERKRANKUNGEN ►Sonnenbrand ►Verbrennungen/Verbrühungen ►Malignes Melanom ►Kontaktdermatitis ►Neurodermitis ►Psoriasis SONSTIGE ►Medikamente ►Vergiftungen/Chemikalien ►Alkohol ►Röntgenstrahlen ►Radioaktive Strahlung/Strahlenkrankheit/Supergau ►Radioaktive Strahlung/Strahlentherapie ►UV-Strahlung ►Dieselrusspartikel ►Asbestfasern Ergänzt/entnommen aus: Michael Weber: „Q10 – Die Erfolgsgeschichte eines Vitalstoffes“ 2009 ISBN: 978-3-8370-2385-5
"Wer regelmäßig Fisch, Wild, Fleisch von Weidetieren und Eier isst, braucht sich um Omega [Ω]-3-Fette nicht zu sorgen, da uns diese Lebensmittel gut mit vorgefertigter EPA [Ω-3, 20:5 Eicosapentaensäure], DPA [Ω-3, 22:5 Docosapentaensäure] und DHA [Ω-3, 22:6 Docosahexaensäure] aber auch AA [ Ω-6, 20:4 Arachidonsäure] und gesättigten Fettsäuren versorgen. Auch der regelmäßige Verzehr Omega-3-reicher Saaten und der daraus gewonnenen Öle wie Lein-, Hanf- oder Rapsöl trägt zur Versorgung bei, weil die daran enthaltenen Alpha-Linolensäure [ALA, Ω-3, 18:3] vom gesunden Organismus in EPA [Ω-3, 20:5 Eicosapentaensäure] umgewandelt werden kann... Dass es heute vielfach an hoch ungesättigten Omega-3-Fetten fehlt, liegt auch an der veränderten Fütterung, Zucht und Haltung unserer Nutztiere. Sie bekommen allesamt reichlich Getreide in die Tröge. Das Fett im Futtergetreide besteht überwiegend aus Linolsäure [LA, Ω-6, 18:2], die zur Omega-6-Familie gehört. Der zunehmende Einsatz von Getreide in der Tiermast hat im Laufe der letzten Jahrzehnte die Omega-3-Fettsäuren aus Geflügel, Eiern und Rindfleisch verdrängt... Da nicht alle Menschen Fisch mögen und angesichts der Überfischung der Meere brauchen wir dringend alternative und nachhaltige Omega-3-Quellen. Pflanzenöle, Nüsse und Algen sind eine Möglichkeit dazu... Allerdings sollte unserer Meinung nach auch der Omega-3-Fettgehalt von Fleisch, Fisch und Milch durch eine artgerechte Fütterung und Haltung wieder angehoben werden... Unser großes Hirn ist eine enorme evolutionäre Errungenschaft. Ohne eine fettreiche Ernährung wäre es nicht entstanden und ohne Fett [DHA + AA + gesättigte Fette] kann es nicht richtig funktionieren. Wir täten gut daran, uns mehr um eine gute Versorgung unseres Denk- und Fühlorgans - vor allem Schwangere und Stillende - mit den richtigen Fetten zu kümmern... Neben Fettsäuren für die Membranen und die Signalverarbeitung brauchen unsere Hirnzellen [Nervenzellen] natürlich auch Energie... Die Evolution hat uns mit einem großen und Energieverzehrenden Gehirn ausgestattet: Obwohl es nur 2% des Körpergewichts ausmacht, beansprucht es etwa 1/4 [25%] der Kalorien... Ein durchschnittliches Drei-Pfund-Hirn verbraucht rund 140g Traubenzucker [Glucose] täglich. Auch die roten Blutkörperchen benötigen Zucker, etwa 40g pro Tag, weil sie wie die Nervenzellen nicht in der Lage sind, Fette zu "verbrennen". Insgesamt brauchen wir also 180g Traubenzucker - in Form von Früchten, Brot Kartoffeln, Reis, und Nudeln u. a - um Hirn und Blut mit ausreichend Treibstoff [Glucose] zu versorgen... der Körper kann selbst die nötige Glucose herstellen: Zu diesem Zweck "verzuckert" er vor allem Milchsäure und Eiweiß, daneben auch das Glyzerin, das beim Fettabbau (Lipolyse) anfällt. Beim Abbau von Körpereiweiß werden Aminosäuren frei, aus denen die Leber dann Traubenzucker fabriziert. Der Vorgang heißt im Fachjargon Gluconeogenese, also Glukoseneubildung. Mit ihrer Hilfe können pro Tag rund 130 g Glukose erzeugt werden... Die Gluconeogenese ist ein völlig normaler, lebensrettender Vorgang, also nichts, was es zu verhindern gälte. Sie sorgt jede Nacht, wenn wir schlafen und nicht essen können, dafür, dass unser Hirn und die roten Blutkörperchen genügend Treibstoff bekommen. Auch wenn wir weniger als 180g Kohlenhydrate [Glucose] am Tag essen, springt sie ein. Um den unerwünschten Abbau von Körpereiweiß zu verhindern, sollte man ausreichend Eiweiß essen. Mithilfe des Nahrungsproteins kann die Glukoneogenese Hirn und Blutzellen ausreichend mit Zucker versorgen, während Muskeln und Organe verschont bleiben. Zudem kann, falls gewünscht, leichter Fett abgebaut werden, weil bei einer kohlenhydratarmen Ernährung weniger Insulin im Blut schwimmt. Insulin, das "Zuckerhormon" aus der Bauchspeicheldrüse, hemmt die Fettverbrennung [Lipolyse] und fördert den Fettaufbau [Lipogenese]... Zudem stimmt es einfach nicht, dass unsere grauen Zellen ausschließlich auf Zucker [Glucose] als Treibstoff angewiesen sind. Nervenzellen nutzen ebenso gerne Milchsäure [Laktat] zur Energiegewinnung... Die Astrozyten [Hirnbindegewbszellen] versorgen die benachbarten Neuronen mit Milchsäure. Die Astrozyten selbst nutzen neben Glucose auch gerne Fettsäuren zur Energiegewinnung... Neuronen können ihre Energie auch aus Ketonen (Abkömmlinge aus Fettsäuren und einigen Aminosäuren: Aceton, Acetazetat, Beta-Hydroxbuttersäure) gewinnen... die Astrozyten sind in der Lage Ketone zu bilden und sie den Neuronen zur Verfügung zu stellen... Die brauchen ein paar Tage, um sich von Glucose und Milchsäure auf Ketone umzustellen. Dabei können auch schon mal Kopfschmerzen auftreten. Doch ist der "Switch" einal vollbracht, können die Neuronen einen Großteil ihres Energiebedarfs mit diesen Fettabkömmlingen decken. Den Rest liefert die Gluconeogenese... Gluconeogenese und Ketogenese sind zwei völlig natürliche Körpervorgänge, die immer im Hintergrund laufen und bei Bedarf hoch gefahren werden." Aus: Nicolai Worm, Ulrike Gonder: „Mehr Fett! - Warum wir mehr Fett brauchen, um gesund und schlank zu sein – Liebeserklärung an einen zu unrecht verteufelten Nährstoff“ Kapitel: Mehr Fett fürs Nervenkostüm und fürs Hirn! Unterkapitel: Aufbauen, Isolieren, Morsen - Ermutigende und Enttäuschende Ergebnisse - Wo sind sie geblieben? Unterkapitel: Nervennahrung Zucker? - Treibstoffmix fürs Oberstübchen. Auszugsweise aus Seite 118, 119f, 121-123. SYSTEMED 2. Auflage 2010 [In eckigen Klammern] = meine persönlichen Ergänzungen Dr. med. Otto Wolff (1921 - 2003), ein bekannter deutscher Arzt, gab zu Arzneimitteln folgende Bemerkung: „Obwohl die vornehmste ärztliche Aufgabe die Heilung ist, spricht man heutzutage kaum von Heilmitteln leider mit Recht, denn die wenigsten der gebräuchlichen Medikamente sind wirkliche Heilmittel.“ Es kann gar nicht deutlich genug darauf hingewiesen werden, dass zwischen Heilbehandlung und Symptombekämpfung ein eindeutiger Unterschied besteht: letztere bringt keine Heilung! "Bei Millionen Menschen schleicht sich dieser von Medikamenten verursachte Nährstoffmangel [v. a. Mikronährstoffe: Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente] ein, sie werden von Jahr zu Jahr kränker. Der gesamte Körper gerät dermaßen aus dem Gleichgewicht, dass es die Betroffenen für normal halten, wegen eines nicht zu diagnostizierenden Leidens acht oder neun verschiedene Ärzte aufzusuchen. Und dabei ist es nur allzu gut möglich, dass sich das Leiden auf den Mangel an einem einzigen Nährstoffs zurückverfolgen lässt! Medikamente befreien zwar häufig tatsächlich von den Symptomen, doch die eigentliche Krankheit heilen sie in den meisten Fällen nicht. Dadurch, dass sie dem Körper Nährstoffe rauben oder deren Aufnahme hemmen, können sie womöglich sogar zu weiteren Krankheiten führen... Wenn es Ihnen auch nur an einem einzigen vitalen Nährstoff mangelt, kann dies eine wahre Kaskade unangenehmer Nebenwirkung nach sich ziehen. Mit großer Wahrscheinlichkeit werden diese dann als eine neue Krankheit diagnostiziert, für deren Behandlung man Ihnen erneut ein kostspieliges Rezept in die Hand drückt. Leider geraten Sie also auf ein Medikamenten-Karussell, von dem man nur schwer wieder abspringen kann... Die empfohlenen Mengen für jeden Nährstoff (Recommended Daily Intake, RDI) reichen definitiv nicht aus, eine optimale Gesundheit zu gewährleisten oder den Nährstoffräuber-Effekt Ihrer Medikamente oder Ihres Lebensstils auszugleichen... Viele meiner Leser müssen Medikamente einnehmen, die Nährstoffräuber sind, manche sogar gleich mehrfach. Vielleicht zählen Sie ja zu diesen Menschen. Ich kann mir vorstellen, wie Sie sich fühlen, wenn es Ihnen trotz all der Medikamente, die Sie einnehmen, schlechter geht und Sie nicht wissen, was sie anders machen oder wen Sie fragen sollen... In der Fachwelt gehöre ich zu denen, die davon überzeugt sind, dass die Empfohlene Tagesdosis (RDI) lediglich eine Mindestmenge ist, die sicherstellt, dass sich kein womöglich tödlicher Nährstoffmangel entwickelt. So verhindert zum Beispiel die Empfohlene Tagesdosis für Vitamin C [100mg] die Entstehung eines möglicherweise sogar tödlichen Skorbuts. Die empfohlene Menge Vitamin B1 [02-1,4mg Thiamin] verhindert, dass Sie an Beriberi sterben, die empfohlene Dosis Vitamin D [400-1000 IE] schützt Sie vor Rachitis und so weiter... Mir raubt es fast den Atem, ich frage mich: "Das soll alles sein? Ich nehme 100% der Empfohlenen Tagesdosis ein, und alles, was es bewirkt, ist, dass ich nicht an einer Mangelerkrankung sterbe? Heiliger Strohsack! Es ist doch ein gewaltiger Unterschied, ob man an einer Mangelerscheinung leidet oder ob man gesund ist, oder etwa nicht? Ich entscheide mich für die Gesundheit. Darum möchte ich mehr als die Empfohlene Tagesdosis (RDI)... Tatsache ist, dass Medikamente Nebenwirkungen verursachen, und zwar in vielen Fällen dadurch; dass sie dem Körper lebenswichtige Nährstoffe entziehen... Sie sollten wissen, dass ich in Pflegeheimen gearbeitet habe, wo ich mit eigenen Augen gesehen habe, wie schrecklich das Leben von Krankheit und negativen Nebenwirkungen mehrfacher Arzneimittelgaben überschattet werden kann... Der Nährstoffräuber-Effekt [Drug Mugging] ist real. Er ist weder umstritten noch etwas, das die Wissenschaft noch immer zu erforschen versucht. Doch trotz Hunderter veröffentlichter Artikel und Studien über die Nährstoffraubende Wirkung von Medikamenten müssen Millionen Menschen noch immer leiden. Das liegt daran, dass die Informationen nicht ausreichend bekannt gemacht worden sind. Die meisten Ärzte haben nichts darüber gelesen, vielen ist gar nicht bekannt, dass es überhaupt zu diesem Nährstoffabbau kommt. In unserer heutigen pillenfreudigen Gesellschaft suchen die meisten Ärzte Rat in der Medikamentenliste, anstatt tiefer nachzubohren, warum ihre Patienten bestimmte Symptome entwickeln... Tatsächlich spüren auch Menschen, die überhaupt keine Medikamente einnehmen, die Folgen eines Nährstoffmangels. Denn auch die Art wie wir leben - ob wir beispielsweise Kaffee oder koffeinhaltige Limonade trinken oder die berühmten Diäten mit Jo-Jo-Effekt machen -, kann zum Nährstoffverlust führen. Bereiten wir uns nicht alle großen Stress über unsere Lebensumstände? Das kann Ihnen allmählich das Leben rauben, denn Stress ist ein echter Räuber von gesunden Nährstoffen und Hormonen. Auch die mangelnde Absorption aufgrund von schlechter Verdauung kann dazu führen, dass Sie wichtige Nährstoffe verlieren... Medikamente können auf unterschiedliche Weise Nährstoffe rauben. 1.) Allgemein geht man davon aus, dass ein Medikament den Nährstoff im Darm bindet und über den Magen-Darm-Trakt aus dem Körper entfernt (Chelatkomplexbildung). 2.) Veränderung des Säuregrads [pH Wert] im Margen-Darm- oder Harntrakt. 3.) Enzyme, die am Nährstofftransport im Körper beteiligt sind können stimuliert oder blockiert werden. 4.) Enzyme, die an der Aktivierung von Nährstoffen beteiligt sind oder diese in besser verwertbare Substanzen umwandeln, können stimuliert oder blockiert werden. 5.) Weiterhin brauchen einige Medikamente besondere Nährstoffe, um ihre Wirkung entfalten zu können, sie müssen sich beispielsweise an ein Protein binden, oder es ist ein bestimmter Nährstoff erforderlich, damit sie in der Leber entgiftet werden können. ... Medikamente können die Fähigkeit des Körpers beeinträchtigen, giftige Verbindungen, von denen wir täglich umgeben sind, zu absorbieren, zu verdauen, zu transportieren, aufzuspalten oder auszuscheiden - einfach nur, indem sie ihm lebenswichtige Nährstoffe rauben. Dieser stufenweise Prozess beeinträchtigt Ihre Lebensqualität und kann doch jahrelang unentdeckt bleiben, während Sie immer weitere Medikamente verordnet bekommen..." Checkliste Nährstoffräuber von Suzy Cohen pdf >>>> Aus: Suzy Cohen (US Apothekerin): „Vorsicht Nährstoffräuber! Welche Medikamente Ihren Körper Lebenskraft und essentielle Nährstoffe entziehen und welche natürlichen Wege es gibt, diesen lebensgefährlichen Mangel auszugleichen“ (Drug Muggers: How To Keep Your Medicine From Stealing the Life Out of You. DPI 2008 by Suzy Cohen, R.Ph. & Dr. Samuel M. Cohen) Kapitel 1: Was ist ein Nährstoffräuber? Und warum geht es Sie etwas an? Auszugsweise aus Seite 17-25; Kapitel 3 Lifestyle-Nährstoffräuber Seite 88, Kapitel 4 Checkliste der Nährstoffräuber Seite 107. KOPP 2011 Mit freundlicher Genehmigung des KOPP Verlages, Waltraud Neher Assistentin der Geschäftsleitung, vom 30.12.2011 In der Orthomolekularen Medizin wird bei der Behandlung von Krankheiten nicht nach „körperfremden Arzneimitteln“ gesucht, welche die Symptome beseitigen, sondern nach „körpereigenen Mitteln“, die in der Lage sind, die Ursachen der Krankheit zu beheben. Sicherlich „warten“ unsere Zellen nicht auf ein körperfremdes Arzneimittel! Prof. Roger L. Williams (1893-1988, USA) hat einmal zu einer „Rheuma-Kranken“ gesagt: „Glauben Sie wirklich, dass Sie an „Rheuma“ leiden, weil Ihrem System Aspirin fehlt? Man hätte damit die Symptom bekämpfende Therapie mit körperfremden Arzneimitteln (Xenobiotika), der „einseitig“ gewordenen Schulmedizin, nicht besser umschreiben können. Die gesamte Medizin macht heute - vor allem mit Hilfe neuer Techniken und Computereinsatz - eine rasante Entwicklung durch. Das spiegelt sich besonders in der inneren Medizin wider: Es gibt kaum mehr Allround-Internisten (Mediziner), sondern zunehmend Spezialisten, wie Kardiologen, Pulmologen, Gastroenterologen, Stoffwechselspezialisten und viele mehr. Diese Spezialisierung ist aufgrund des hohen Wissensstandes leider notwendig, führt die Medizin jedoch zunehmend vom Patienten weg und wird zu einer rein apparativen Medizin. "Der Mensch ist in seiner Ganzheit aber mehr, als nur die Summe seiner Teile" Aristoteles, 384-322 v. Chr. Christian von Ehrenfels, (1859-1932), österreichischer Philosoph, gilt als einer der Vordenker und Vorläufer der Gestaltpsychologie bzw. der Gestalttheorie, insbesondere durch seine Arbeit "Über Gestaltqualitäten" (1890). Er prägte die Definition, nach der eine "Gestalt" ein Ganzes sei, dass über die Eigenschaften der Übersummativität (Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile) und der Transponierbarkeit (z.B. der Transponierung einer Melodie in eine andere Tonart) verfüge. „Die Menschen verdrießt' s, dass das Wahre so einfach ist. Sie sollten bedenken, dass Sie genug Mühe haben werden, es praktisch zu ihren Nutzen anzuwenden.“ Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832) Viele Patienten haben für jedes Symptom - „Wehwehchen“ - einen eigenen Arzt, und jeder einzelne dieser Ärzte behandelt das ihm zugehörige Symptom. So kommt der Patient oft auf eine recht stattliche Anzahl von Medikamenten, 15 bis 20 Stück pro Tag sind leider keine Seltenheit mehr. Wie sie sich miteinander vertragen, ob es zu Interaktionen kommt, das weiß zuletzt niemand mehr! In all diesen Fällen fehlt die ganzheitliche Zusammenschau, die ganzheitliche Patientenbezogene Medizin. Siehe dazu: LEISTUNGEN: Allgemeinmedizin: Allgemeinmedizin >>>> Medikamentencocktail im Alter >>>> Nebenwirkungen - Dement durch Psychopillen >>>>
Hypoallergen hergestellte Vitalstoffe Nahrungsergänzungsmittel Die optische Darreichungsform von orthomolekularen Nahrungsergänzungspräparaten (Kapseln, Pulver) ist aus der Pharmazie - Medikamentenkunde - bekannt. Viele Menschen glauben daher immer noch, dass es sich bei Vitalstoff-Präparate um Medikamente handle. Es ist ganz wichtig, dass man sich im Klaren ist, wenn man solche Vitalstoffpräparate zu sich nimmt, dass man Nahrungsergänzungen einnimmt, Stoffe die in unserer täglichen Nahrung vorkommen - aber in nicht mehr ausreichender Menge bei einseitiger Ernährung usw. Man sollte sich aber nur sog. hypoallergen hergestellte Nahrungsergänzungsmittel (Thorne, Pure Encapsulation uws.) leisten, denn nur diese sind garantiert frei von Farb-, Zusatz- und Konservierungsstoffen, frei von Milchzucker (Laktose), Fruchtzucker (Fructose), Sorbit, Gluten (Klebereiweiß im Getreide), Gelatine und produktionstechnischen Substanzen, wie z.B.: Bindemittel, Poliermittel und Antihaft-Substanzen. Optimales Funktionieren unseres Organismus bedeutet optimale Zufuhr aller lebensnotwendigen Substanzen. (Nähr- und Vitalstoffe) Chronische aber auch akute Erkrankungen fordern immer eine erhöhte Zufuhr an Vitalstoffen. Orthomolekulare Vitalstoff Therapie nach Doppel - Nobelpreisträger Linus Pauling (1901-1994)
„Orthomolekulare Medizin ist
die Erhaltung guter Gesundheit Die Unterstützung des Immunsystems durch Vitalstoffe hilft Infektionen abzuwenden, Metastasen aufzuspüren und chronische Entzündungsprozesse zu bremsen. Durch die Regenerationsprozesse benötigt der Körper zusätzlich auch mehr essentielle Grundbausteine wie Kohlenhydrate, Fettsäuren und Aminosäuren. Die Erkenntnis, dass die Krebsentstehung auf ein Versagen des Immunsystems zurückgeht, verdeutlicht die Chance, die eine Unterstützung der Körperabwehr bietet. Gerade bei der Auffindung und Vernichtung von Metastasen gibt es keine Therapie, die so hoffnungsvoll ist wie ein funktionierendes Immunsystem. Ziel der modernen Onkologie ist es daher nicht nur, den Tumor von außen zu zerstören, sondern auch, das Immunsystem selbst im Kampf gegen den Krebs zu unterstützen. Hoffnungsträger der Prävention (Vorsorge) sind die biologischen Therapien, die körpereigene Regulationsmechanismen, vor allem das Immunsystem stützen. Begleitend (adjuvant, additiv) oder unterstützend (supportiv) zu den Tumorzellen zerstörenden Behandlungen sind sie zu einem unverzichtbaren Standbein der kombiniert individuellen Krebstherapie geworden. Eine ausreichende Versorgung mit Vitalstoffen mindert aber nicht nur das Krebsrisiko, sondern reduziert auch die Nebenwirkungen der konventionellen Therapien und verbessert die Heilungschancen. Eine ausreichende Versorgung aller Gewebe mit diesen Substanzen ist dabei Voraussetzung. Die Orthomolekulare Therapie sollte daher in logischer Konsequenz immer Begleiter von therapeutischen Handlungsweisen sein. Die Sicherung der Leistungsfähigkeit des Gesamtstoffwechsels – und gezielt der Körperabwehr – ist die Grundlage für den Behandlungserfolg. Orthomolekulare Wirkstoffe helfen die grundlegenden Körperfunktionen und besonders die Schutzmechanismen zu stabilisieren. Zahlreiche Studien haben diese Wirksamkeit dieser molekularen Helfer in der Therapie chronischer Erkrankungen und deren Vorsorge und Prävention bestätigt. Eine Nahrungsergänzung mit Orthomolekularen Wirkstoffen zahlt sich langfristig aus – durch ein geringeres Krankheitsrisiko beziehungsweise bessere Heilungschancen und durch körperliches und geistiges Wohlbefinden. Das „FASS-MODELL“ der individuellen - persönlichen - Krankheitsentstehung Ob, wann und wo es zum Ausbruch einer Erkrankung kommt, ist individuell höchst verschieden und hängt von 5-Gegebenheiten ab: 1.) KONSTITUTION (angeborene „Abwehr“- Eigenschaften)2.) KONDITION (erworbene „Abwehr“- Fähigkeit - Fitness) 3.) EXPOSITION (mengenmäßige Belastung) 4.) LOKALISATION (Angriffspunkt im / am Organismus) und 5.) SUMMATION (Zusatz-Belastungen, Wechselwirkungen, Potenzierungen) Die Steuerung unseres Organismus erfolgt u. a. durch
ein System untereinander vernetzter Regelkreise. Das Ziel einer komplex umfassenden Therapie muss daher die „Leerung des Fasses“ (Beseitigung diverser Belastungen), zur Wiederherstellung bzw. Verbesserung der individuellen Kompensationsfähigkeit, sein.
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Verwendete Literatur: |
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